US-Präsident Donald Trump hat den Abgang seiner berüchtigten Sprecherin Karoline Leavitt zum Ende des Monats verkündet. Sie werde dann mehr Zeit haben, sich um ihre kleinen Kinder und um ihre Familie zu kümmern, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social zur Begründung. Er verstehe und respektiere diese Entscheidung. Leavitt selbst bestätigte die Gründe in einer Erklärung.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Sie werde nun zu einer seiner „wichtigsten externen Beraterinnen und eine einflussreiche Stimme“ innerhalb der republikanischen Partei, teilte Trump weiter mit. Der Präsident lobte die 28-Jährige als eine der besten Pressesprecherinnen in der Geschichte des Weißen Hauses. Sie war die bisher jüngste Präsidenten-Sprecherin in der US-Geschichte.

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Leavitt bekam vor Kurzem zweites Kind

Leavitt brachte Anfang Mai ihr zweites Kind zur Welt: eine Tochter. Mit ihrem Ehemann Nicholas Riccio hatte sie bereits einen kleinen Sohn, der 2024 zur Welt kam. Nach der Geburt der Tochter kehrte sie zunächst wieder zu ihrer Arbeit als Trump-Sprecherin zurück. Unmittelbar vor der Geburt hatte sie den ihr eigentlich zustehenden Mutterschutz verschoben, um in einer Krisensituation präsent zu sein: Ein bewaffneter Mann hatte in Washington versucht, zum traditionellen Korrespondenten-Dinner vorzudringen, an dem Trump teilnahm. Dies wurde von den Ermittlern als mutmaßliches Attentat auf den Präsidenten gewertet.

US-Präsident Trump
US-Präsident Donald Trump spricht 2025 neben Leavitt zu den Medien. © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa | Manuel Balce Ceneta

Die gläubige Christin ist für ihre Scharfzüngigkeit und Schlagfertigkeit in Pressekonferenzen im Weißen Haus bekannt. Medien rügte und attackierte sie regelmäßig und beschuldigte Redaktionen, Falschnachrichten über den US-Präsidenten zu verbreiten. 

News aus den USA

Leavitt war Trumps treues Sprachrohr

Öffentlich wich Leavitt kaum von Trumps Seite. Er lobte sie immer wieder für ihre Arbeit. Eisern verteidigte sie die Politik des Präsidenten. Ihr nun angekündigter Rücktritt als Sprecherin fällt in eine Zeit, in der Trump mit stetig sinkenden Umfragewerten zu kämpfen hat. Seiner Republikanischen Partei droht bei den Kongresszwischenwahlen im November eine Niederlage. 

Der Präsident reagierte auf die Entwicklung zuletzt mit immer heftigeren Vorwürfen gegen die Demokraten, die nun einmal mehr von Leavitt wiederholt wurden: „Unser Land steht vor einer existenziellen Bedrohung durch eine zunehmend extremistische Demokratische Partei, die alles zerstören will, was Amerika ausmacht“, erklärte sie bei ihrer Rücktrittsankündigung. „Mein Kampf tritt in eine neue Phase ein, aber er ist noch lange nicht vorbei.“

os/dpa/afp