Nach einer Drohnensichtung hat der Flughafen Hannover in der Nacht zum Dienstag den Flugbetrieb zeitweise unterbrochen. Zwischen kurz vor 4 Uhr und etwa 5.20 Uhr sperrte der Airport Start- und Landebahnen immer wieder vorübergehend, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

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Sechs touristische Passagierflüge seien dadurch verspätet gestartet. Eine Frachtmaschine aus Paris sei umgeleitet worden. Ab Dienstagmorgen lief der Flugbetrieb laut der Sprecherin wieder planmäßig. Die Bundespolizei teilte auf dpa-Anfrage mit, dass die Ermittlungen vom polizeilichen Staatsschutz des Zentralen Kriminaldienstes Hannover übernommen worden seien. Um die Arbeit nicht zu gefährden, werde es zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte zum Stand der Ermittlungen geben.

Nach Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Drohne legt Flugverkehr in Hannover lahm

Wie der „Spiegel“ auf Grundlage eines internen Polizeiberichts meldet, könne eine „hybride Aktivität“ in Hannover nicht ausgeschlossen werden. Damit sind Fälle gemeint, in denen möglicherweise auch ausländische staatliche Akteure in die öffentliche Infrastruktur eingreifen. Laut dem Dokument, das dem Nachrichtenmagazin vorliegt, war die Drohne in Hannover offenbar mehrfach von Flughafenmitarbeitern gesichtet worden – die Warngeräte der Bundespolizei schlugen jedoch nicht an. Auch die Deutsche Flugsicherung ortete die Drohne demnach nicht.

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Der Vorfall ereignete sich wenige Tage nach dem Fund einer mit Sprengstoff versehenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht zum 5. August. Die Bundesanwaltschaft hat in diesem Fall die Ermittlungen übernommen. Ob beide Fälle miteinander in Verbindung stehen, ist bislang nicht bekannt.

dpa/viv