Vor dem Hintergrund gestiegener Eintrittspreise für Schwimmbäder fordert der Co-Vorsitzende der Linken mehr kostenlose Badestellen und eine Milliarde Förderung für Schwimmbäder vom Bund. „Es ist nicht okay, dass mit den Temperaturen auch die Schwimmbadpreise steigen“, sagte Parteichef Luigi Pantisano dieser Redaktion. „Es wird eh schon alles teurer. Bei Sommerhitze schwimmen gehen muss für jeden möglich sein.“

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Tatsächlich haben sich Freibadbesuche zuletzt überdurchschnittlich verteuert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Preise für den Eintritt in Schwimmbäder im Juni 3,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die allgemeine Teuerungsrate betrug im selben Zeitraum lediglich 2,3 Prozent.

Auch interessant

Pantisano: „Das Schwimmbad ist der kleine Urlaub für Menschen mit wenig Geld“

Über 20 Prozent der Deutschen könnten sich keinen Urlaub leisten, führte er an. „Das Schwimmbad ist der kleine Urlaub für Menschen mit wenig Geld. Das darf nicht zum Luxus werden.“ An vielen Orten, sagte Pantisano weiter, drohten Schwimmbäder wegen Schließungen ohnehin schon ganz zu verschwinden. „Umso gefährlicher wird es, wenn es dann doch mal an den Baggersee geht.“

Auch interessant

Der Linke-Chef fordert deshalb mehr Einsatz vom Bund: „Wir brauchen bundesweit Förderprogramme, die den Erhalt kommunaler Schwimmbäder sichern und die Eintrittspreise bezahlbar halten“, sagte Pantisano. Zusätzlich sollten, wo immer möglich, kostenlose, sichere Badestellen an Seen und Flüssen eingerichtet werden. „Dafür muss der Bund einen Fördertopf in Höhe von einer Milliarde Euro bereitstellen und nach dem Konnexitätsprinzip an die Kommunen auszahlen“, so Pantisano weiter. Jede Familie müsse Zugang zu Badestellen in Wohnortnähe haben. „Jedes Kind muss schwimmen lernen können.“