Seit der Einführung des neuen Wehrdienstes steigert die Bundeswehr die Zahl ihrer Besuche an Schulen. In der ersten Jahreshälfte 2026 absolvierten Vertreter der Truppe bundesweit 3790 öffentliche Auftritte an Schulen und Berufsschulen, wie das Bundesverteidigungsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linken im Bundestag mitteilte. Die Daten lagen dieser Redaktion vor.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Setzt sich der Trend der ersten sechs Monate im zweiten Halbjahr fort, wird die Zahl der Schulbesuche aus dem Jahr 2025 deutlich übertroffen werden. Im gesamten Vorjahr fanden den Angaben zufolge 5617 solcher Veranstaltungen statt.
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Die Bundeswehr bemüht sich intensiv darum, die Zahl ihrer Soldatinnen und Soldaten zu erhöhen, Hintergrund ist die veränderte Bedrohungslage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Das Ziel soll auch mit dem neuen Wehrdienst erreicht werden, der zum 1. Januar 2026 eingeführt worden ist. Der Dienst ist freiwillig, junge Männer müssen allerdings einen Fragebogen ausfüllen, Frauen steht dies frei.
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Seit Russlands Überfall auf die Ukraine und nach der Corona-Pandemie hat die Bundeswehr ihre Präsenz an Schulen deutlich verstärkt. Die Linke kritisiert dies: Die hohe Zahl der Schulbesuche zeige, dass die Bundeswehr „eine systematische Militarisierung“ der Klassenzimmer betreibe – „und zwar auf Rekordniveau“, sagte die Vizevorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Nicole Gohlke, dieser Redaktion. Dabei habe die Bundeswehr „vor allem Minderjährige im Fokus“. Gohlke warnt vor einer „Rekrutierung durch die Hintertür“.









