Der Machtkampf in der FDP hat ein Ende gefunden. Das Partei-Urgestein Wolfgang Kubicki wird die Liberalen künftig anführen. Sein Konkurrent Henning Höne hat die Bewerbung zurückgezogen. Das bestätigte ein Sprecher der FDP in Nordrhein-Westfalen. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.
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„Nach intensiven Gesprächen in den letzten Tagen haben wir uns dazu entschieden, die Kräfte zu bündeln“, sagte Höne der „FAZ“. Kubicke werde als Bundesvorsitzender kandidieren, Höne als erster Stellvertreter. „Wir beide wollen uns darauf fokussieren, die FDP so schnell wie möglich wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor in Deutschland zu machen“, so Kubicki im Gespräch mit der Zeitung.
Der 39-jährige Höne ist Chef des größten FDP-Landesverbands und Fraktionsvorsitzender in einem der wenigen Landtage, in denen die FDP noch vertreten ist. Aktuell ist Höne – wie auch der 74-jährige Kubicki – Vizevorsitzender der Bundes-FDP.

FDP in einer tiefen Krise – nur noch in sechs von 16 Landesparlamenten
Die FDP kämpft um ihre politische Existenz. Nach dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres ist die Partei nicht mehr im Bundestag vertreten und sitzt nur noch in sechs der 16 Landesparlamente. Die Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in diesem Jahr brachten weitere schwere Niederlagen – mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent.
Die Ergebnisse hatten Konsequenzen: Die gesamte Führung der Bundespartei trat zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut zu kandidieren, zog seine Kandidatur aber zurück, als Wolfgang Kubicki seine Bewerbung anmeldete.
mit dpa




