Der frühere Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, liegt im Krankenhaus und ist nach Angaben der Ärzte in kritischem Zustand. Das teilte US-Präsident Donald Trump in sozialen Medien über seinen langjährigen Vertrauten mit. Mehrere US-Medien berichten übereinstimmend unter Berufung auf Giulianis Sprecher, der 81-Jährige werde in einer Klinik in Florida in „kritischem, aber stabilem Zustand“ behandelt. Sprecher Ted Goodman nannte der „New York Times“ zufolge weder den Grund für den Krankenhausaufenthalt noch dessen Dauer.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Giuliani sei ein „Kämpfer“, der in seinem Leben jeder Herausforderung mit „standhafter Stärke“ begegnet sei, schrieb Sprecher Goodman auf der Plattform X. So sei es auch jetzt. Er bat darum, für Giuliani zu beten.
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Giuliani war einst sehr geachtet: Er war von 1994 bis Ende 2001 Bürgermeister von New York, also auch während der Anschläge vom 11. September 2001. Wegen seiner besonnenen Reaktion auf die Terroranschläge wurde das damalige Stadtoberhaupt von der Talk-Queen Oprah Winfrey als „Amerikas Bürgermeister“ geadelt. Später unterstützte Giuliani Trump – auch bereits im Wahlkampf 2016. Nach dessen Wahlniederlage 2020 hielt Giuliani weiter fest zu dem Republikaner. Er gehörte als persönlicher Anwalt Trumps zu den treibenden Kräften, die nach der Wahl unbewiesene Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug verbreiteten.
In den vergangenen Jahren hatte Giuliani mit etlichen juristischen Problemen zu tun, hinzu kamen skurrile Auftritte. Als er nach den Falschbehauptungen über den angeblichen Wahlbetrug Ende 2023 in einem Fall dazu verurteilt wurde, hohen Schadenersatz leisten zu müssen, meldete er Insolvenz an. Der US-Bundesstaat New York entzog ihm 2024 seine Anwaltslizenz.
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Donald Trump hält weiter zu seinem Verbündeten
Trump hatte erst im September angekündigt, ihm die höchste zivile Auszeichnung der US-Regierung verleihen zu wollen, die Presidential Medal of Freedom. Auch jetzt verteidigte der Präsident seinen Verbündeten. Auf seiner Plattform schrieb er mit Blick auf die Vorwürfe über den angeblichen Wahlbetrug in Großbuchstaben, Giuliani habe „bei allem recht gehabt“. Er sei von den „radikalen, linken, irren Demokraten“ schlecht behandelt worden. Und jetzt das. „So traurig“, schrieb der 79-jährige US-Präsident weiter.
dpa/afp/jcst






