Seit Samstagabend herrscht in Washington Fassungslosigkeit: Beim „White House Correspondents‘ Dinner“ mit US-Präsident Donald Trump hat es ein bewaffneter Mann durch die Kontrollen geschafft. Wenige Minuten nach Beginn des Events wurden bereits Schüsse abgefeuert. Der Verdächtige konnte von Sicherheitskräften überwältigt werden – verletzt wurde niemand.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Am Montag soll der mutmaßliche Schütze bereits dem Gericht vorgeführt werden. Doch wer steckt hinter dem Attentatsversuch auf Trump? Was bisher über den Täter bekannt ist.
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Trump, der gegen alle Usancen selbst Videoaufnahmen und ein Stillfoto des festgenommenen Mannes auf seinem Portal „Truth Social“ veröffentlichte, sprach von einem „geistig sehr kranken Typen“. Das Foto zeigt einen am Oberkörper nackten, weißen Mann mit Schnäuzer, der bäuchlings nach seiner Festnahme am Boden liegt. Trump geht von einem Einzeltäter aus.
Das FBI gab später an, der Mann stamme aus dem kalifornischen Torrance, sei 31 Jahre alt und heiße Cole Tomas Allen. Wie CNN berichtet, arbeitete der Verdächtige laut öffentlichen Aufzeichnungen als Videospielentwickler und Lehrer in Südkalifornien. Der Nachrichtensender verweist auf ein LinkedIn-Profil mit Allens Namen und Foto.

Demnach sei er Teilzeitlehrer bei einem Unternehmen für Prüfungsvorbereitung und Nachhilfe gewesen. In Social-Media-Posts des Unternehmens wurde Allen im Dezember 2024 außerdem zum „Lehrer des Monats“ ernannt. CNN zufolge war am späten Samstagabend niemand bei dem Unternehmen zu erreichen.
Schütze beim „White House Correspondents‘ Dinner mit Trump: FBI belagert Haus
Der Polizeichef von Washington, Jeffery W. Carroll, geht davon aus, dass der Täter im Hilton als Gast einquartiert war. Wie CNN außerdem berichtet, versammelten sich FBI-Agenten in der Nacht zum Sonntag zusätzlich vor einem Haus in Torrance, das mit Allen in Verbindung steht. Demnach wurde ein Teil der Straße abgesperrt und das Haus mit einem Scheinwerfer beleuchtet. Dem Bericht zufolge waren zahlreiche Reporter vor Ort. Selbst Nachrichtenhubschrauber kreisten demnach über dem Gebiet.
Schüsse in Washington: Bilder vom Attentatsversuch auf Trump
Ein Nachbar, der anonym bleiben wollte, erklärte dem Nachrichtenportal, dass er Allen nicht oft sehe, dieser allerdings erst „vor ein paar Tagen“ zu Hause gewesen sei. Ob der mutmaßliche Täter alleine in dem Haus wohne, wisse er nicht. Allens Vater sei ihm allerdings bekannt – diesen beschrieb er als freundlich und gesprächig und fügte hinzu, dass sie häufig Kontakt hätten.
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