Am Donnerstag war Japans Premierministerin Sanae Takaichi zu Besuch in Washington. Ihr Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump kann man getrost als ausgezeichnet bezeichnen. Japans rechtskonservative Regierungschefin und Trump liegen politisch meist auf einer Linie. Differenzen gab es nun allerdings in der Iran-Frage. Japan gehört wie Deutschland zu den westlichen Ländern, die sich Trumps Forderung nach einer Entsendung von Kriegsschiffen zum Schutz der Straße von Hormus im Iran-Krieg verweigert hatten. Trump hatte den Nato-Partnern daraufhin einen „dummen Fehler“ bescheinigt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Bei der Pressekonferenz im Oval Office fragte ein japanischer Journalist bei Trump nach, weshalb er Takaichi vor dem Angriff auf den Iran am 28. Februar nicht informiert habe. Trump erklärte, dass die USA das Überraschungsmoment genutzt hätten. „Wer kennt sich mit Überraschungen besser aus als Japan“, fragte Trump und sorgte für Gelächter im Raum.

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Trump: „Warum haben Sie mir nichts über Pearl Harbor gesagt?“

„Warum haben sie mir nichts über Pearl Harbor gesagt“, fragte Trump an die Japaner gerichtet. Er glaube, Japan setze noch viel stärker auf Überraschungen als die USA. Takaichi richtete sich daraufhin sichtlich angespannt in ihrem Sessel auf und blickte mit großen Augen in die Richtung ihrer Delegation. Japan hatte am 7. Dezember 1941 den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii bombardiert. Bei dem Überraschungsangriff starben mehr als 2400 Menschen. Die USA traten daraufhin in den Zweiten Weltkrieg ein.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Staatsgäste mit historisch schrägen Vergleichen zum Zweiten Weltkrieg verstört. Bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz vergangenen Juni war auch der „D-Day“, also die Landung alliierter Truppen am 6. Juni 1944 an der Küste der Normandie, kurz Gesprächsthema. „Das war kein angenehmer Tag für Sie“, sagte Trump an Merz gerichtet. Der konterte allerdings schlagfertig: „Über längere Sicht bedeutete dieser Tag die Befreiung meines Landes von der Nazi-Diktatur, Herr Präsident.“

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