Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat sich für eine Regulierung des Messengerdienstes WhatsApp für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. „Ich glaube, wir müssen nicht nur über Social-Media-Regulierung, sondern auch über Messengerdienst-Regulierung sprechen, wenn wir insgesamt über Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt diskutieren“, erklärte die CDU-Politikerin im Interview mit dem WDR.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Hintergrund ist eine Befragung von infratest dimap und Recherchen des WDR. Demnach haben über ein Drittel der befragten Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 16 Jahren belastende oder unangenehme Inhalte im Klassenchat gesehen. 69 Prozent haben Beleidigungen oder Bloßstellungen erlebt. 54 Prozent haben Ausgrenzung oder Mobbing einer Person mitbekommen. Jede oder jeder Vierte hat sogar schon Videos oder Bilder von Gewalt oder Verletzungen gesehen. Zwölf Prozent sahen bereits Inhalte mit nackten Körpern.

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Die politische Debatte in Deutschland war bisher vor allem über ein Verbot von Social-Media-Nutzung für Kinder und Jugendliche geführt worden. In diese Kategorie fällt der Messengerdienst WhatsApp mit seinen privaten Chaträumen nicht. Auch beispielsweise beim australischen Verbotsmodell ist WhatsApp ausgenommen.

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Karin Prien räumte nun im Gespräch mit einem WDR-Journalisten ein, dass in der Vergangenheit beim Thema Jugendschutz nicht genau genug hingeschaut wurde. „Ja, wir haben da sicher zu lange weggeguckt und Ihre Befunde bestätigen auch meine Einschätzung, dass Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt bisher in Deutschland nicht hinreichend umgesetzt wird. Dass wir bestehende Regeln nicht durchsetzen und dass Kinder und Jugendliche Schaden nehmen, weil wir diesen Bereich bisher zu wenig im Blick hatten und auch zu wenig reguliert haben.“

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#26 Karin Prien über ihre jüdischen Wurzeln - und die Gedanken an eine Flucht nach Israel
Meine schwerste Entscheidung
 

Eine Expertenkommission im Bundesbildungsministerium von Karin Prien prüft derzeit die Möglichkeit eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche. Ergebnisse sollen noch vor dem Sommer vorgelegt werden.