Am Samstag haben die US-Streitkräfte gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Als eine der ersten Attacken auf See feuerte die amerikanische Marine Marschflugkörper des Typs Tomahawk auf iranische Seestreitkräfte. Dieser verfügt über eine Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern und ist somit eine der wichtigsten Erstschlagswaffen der US-Amerikaner. Es ist möglich, tief in gegnerisches Territorium einzudringen, ohne das Risiko einzugehen, Piloten oder Flugzeuge zu verlieren. Die Flugkörper sind etwa eine Tonne schwer und mit Sprengkopfbewaffnung über sechs Meter lang.
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Experten ist jetzt ein Foto besonders aufgefallen, das das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bei X veröffentlicht hat. Dieses zeigt einen Tomahawk, der eine schwarze Beschichtung aufweist. Normalerweise ist diese grau. Die Vermutung, die naheliegt: Das dient der Tarnung, sodass das feindliche Radar von der Attacke keine Notiz nimmt.
🇺🇸 Via CENTCOM: RGM-109E Tomahawk with a black (presumably low observable) coating. Between that and the forward swept wings. We may now know what the CLASSIFIED Cost Element in Tactical Tomahawk Procurement is.
— Colby Badhwar 🇨🇦🇬🇧 (@ColbyBadhwar) 28. Februar 2026
$37 million in procurement dollars was spent in FY2023 on… pic.twitter.com/w0DpVMmXWx
Dass die Tarnung sinnvoll sein könnte, bemerkt der Militäranalyst Fabian Hoffmann gegenüber dem „Spiegel“: „Europäische Entscheidungsträger, mit denen ich über eine Tomahawk-Beschaffung sprach, haben immer wieder auf die fehlenden Tarnkappeneigenschaften der Marschflugkörper verwiesen.“
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Tarnkappen-Tomahawks können vom Boden aus schlecht erkannt werden
Der Raketenexperte Markus Schiller spekuliert beim „Spiegel“, dass die schwarze Beschichtung weniger zurückstrahle. Und in der Nacht sei es für Beobachtungsposten am Boden schwieriger, die Richtung des Flugobjekts zu erkennen.
🚨 BREAKING: Precision Strike Missile makes its combat debut against Iran! https://t.co/1teOR7xcO5 pic.twitter.com/Iynf1QtM5V
— Colby Badhwar 🇨🇦🇬🇧 (@ColbyBadhwar) 1. März 2026
Auch eine weitere Waffe ist in den Blickpunkt der Experten geraten. Bei einem von Centcom veröffentlichten Video sei demnach eine Precision Strike Missile (PrSM) zu sehen. Die Kurzstreckenrakete hatte bei der US Army erst Ende 2024 ihre operationale Reife erreicht.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Sie ist eine Weiterentwicklung der Kurzstreckenrakete Atacms (Army Tactical Missile Systems), die eine Reichweite von ca. 300 Kilometern hat. Die Basisversion der PrSM kann hingegen Ziele in einer Entfernung von mindestens 500 Kilometern treffen.
Aktuelle Nachrichten zum Krieg in Nahost
Tomahawks von Ukraine heiß begehrt – bislang ohne Erfolg
Die Tomahawks sind auch immer wieder für die von Russland angegriffene Ukraine ein Thema. Erst im Oktober 2025 war Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Donald Trump vorstellig geworden, um eine Zusage für eine Waffenlieferung zu bekommen. Mithilfe der Präzisionswaffe könnte Kiew eine offensivere Rolle im Krieg spielen.
Die zwischen 600.000 und einer Million US-Dollar teuren Waffen des US-Rüstungskonzerns Raytheon lassen sich theoretisch auch mit einem Atomsprengkopf bestücken. Der Haken: Die Marschflugkörper fliegen nicht schneller als ein Verkehrsflugzeug – also deutlich unterhalb der Schallgeschwindigkeit.
Tomahawks wurden von den USA erstmals massiv und erfolgreich im Golfkrieg 1991 genutzt, als in der Operation Desert Storm fast 300 solcher Waffen zum Einsatz kamen. Später folgte die Verwendung im Irak-Krieg 2003.
dw









