Der Secret Service hat am Sonntag einen jungen Mann erschossen. Dieser soll zuvor versucht haben, unrechtmäßig in den Sicherheitsbereich des Mar-a-Lago-Resorts von Präsident Donald Trump in West Palm Beach, Florida, einzudringen. Wie die Behörden mitteilten, wurde der Anfang 20-Jährige „am Nordtor des Anwesens Mar-a-Lago mit einer mutmaßlichen Schrotflinte und einem Benzinkanister gesehen“. Trump, der häufig am Wochenende zu seinem Privatclub nach Palm Beach fliegt, hielt sich zu diesem Zeitpunkt nicht dort auf. Weitere Verletzte gab es wohl vorerst nicht.

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Zur Identität sagte der örtliche Sheriff auf einer Pressekonferenz nur, dass der Eindringling ein Weißer sei. Der Name des Mannes wurde nicht veröffentlicht, da zunächst die Angehörigen benachrichtigt werden sollten. Wie AP berichtet, stamme der Verdächtige aus North Carolina und wurde vor wenigen Tagen von seiner Familie als vermisst gemeldet. Anthony Guglielmi, Sprecher des Secret Service, sagte, dass er sich auf dem Weg in den Süden eine Schrotflinte besorgt hatte. Die Schachtel für die Waffe sei in seinem Fahrzeug gefunden worden.

Der Mann fuhr wohl durch das Nordtor von Mar-a-Lago, als gerade ein anderes Fahrzeug ausfuhr. Der Sheriff von Palm Beach County, Rick Bradshaw, sagte laut AP auf einer Pressekonferenz, dass der Mann zunächst konfrontiert wurde: „Ihm wurde befohlen, die beiden Ausrüstungsgegenstände, die er bei sich hatte, fallen zu lassen. Daraufhin stellte er den Benzinkanister ab und brachte die Schrotflinte in Schussposition“, sp Bradshaw. Die beiden Beamten und der Hilfssheriff „feuerten ihre Waffen ab, um die Bedrohung zu neutralisieren.“ Die Behörden nahmen Ermittlungen zu dem Vorfall auf, unter anderem zum möglichen Motiv des Mannes. Das FBI rief die Bevölkerung im Umfeld auf, Außenkameras auf Verdächtiges zu überprüfen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, schrieb auf X von einem „bewaffneten Verrückten“. Der Geheimdienst habe „schnell und entschlossen“ gehandelt.

News aus den USA

Mehrere Anschlagsversuche im Wahlkampf

Trump war mehrfach das Ziel von Attentatsversuchen. Im Sommer 2024 kam der damalige Präsidentschaftskandidat nur knapp mit dem Leben davon, als ein Attentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler im Bundesstaat Pennsylvania auf ihn schoss, eine Kugel verletzte ihn leicht am Ohr. Ein Besucher starb, zwei weitere wurden verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. Die Szene, wie der blutverschmierte Trump nach dem Attentat die Faust in die Höhe reckte, ging in die Geschichte ein.

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Im September 2024 schoss der Secret Service dann auf einen bewaffneten Mann, der sich in Büschen bei Trumps Golfplatz in West Palm Beach versteckt hatte und einen Anschlag geplant haben soll. Der Mann selbst feuerte keine Kugel ab – stattdessen floh er, wurde wenig später aber festgenommen. Vor kurzem wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.

mit dpa