Mit ihren Laptops hätten die 1001 Delegierten beim CDU-Parteitag in Stuttgart eigentlich digital den Bundesvorstand wählen sollen. Es war geübt worden bei zwei Probeabstimmungen mit den Fragen, ob man eine gute Anreise nach Stuttgart gehabt habe, sowie ein anderes Mal mit der Frage, wer die Fußball-WM gewinnen werde. Die echte digitale Abstimmung – zuerst über den Bundesvorsitzenden Friedrich Merz – hat dann aber nicht geklappt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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„Es gibt derzeit an mehreren Stellen starke technische Unregelmäßigkeiten, die sich nicht erklären lassen“, berichtete Ina Scharrenbach, Bundesvorstandsmitglied und Digitalministerin in Nordrhein-Westfalen, vor dem Plenum.
Es geht hier heute um die Integrität der Wahlen.
Ina Scharrenbach, Digitalministerin aus Nordrhein-Westfalen
Aufgrund der Bedeutung der Wahl wolle man auf Nummer sicher gehen und die Wahlen wie in den Jahren zuvor analog durchführen. „Es geht hier heute um die Integrität der Wahlen.“ Das Ergebnis müsse rechtssicher und über jeden Zweifel erhaben sein.
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Panne bei CDU-Parteitag: Wahlkabinen aus Pappe, Stimmkarten aus Papier
Man habe als CDU aber immer einen Plan B. Es wurden Stimmkarten aus Papier ausgeteilt, und die Delegierten stellten auf ihren Sitzplätzen kleine Wahlkabinen aus Pappe auf, um sie vor Blicken zu schützen. Die Ursache der Panne war zunächst unklar.
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Mehrere Delegierte berichteten unserer Zeitung, dass es Probleme gegeben habe, sich ins Wlan-Netz der Stuttgarter Messe einzuloggen. Nur über Mobilfunk sei das möglich gewesen. Gerüchte im Saal über einen möglichen Hackerangriff konnten am Samstag nicht bestätigt werden. Die CDU-Pressestelle teilte auf Anfrage am Samstag mit: Es habe „technische Unregelmäßigkeiten im digitalen Abstimmungssystem“ gegeben, das habe es zu den „vorübergehenden Ausfällen“ geführt. „Da die Ursache nicht unmittelbar zweifelsfrei geklärt werden konnte, haben wir uns aus Gründen der Integrität und Rechtssicherheit der Wahlen entschieden, die Abstimmung analog durchzuführen, worauf wir organisatorisch vorbereitet waren.“, teilte eine Sprecherin mit.
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Zeitplan des Parteitages gerät durcheinander
Auch beim Livestream von der Rede des Kanzlers soll es Störungen gegeben haben. Der Programmablauf des Parteitages hatte sich ohnehin schon um drei Stunden verzögert. Die Panne mit der Auszählung der Karten per Hand trug noch zur Verspätung bei. Die Vorstandswahl hätte eigentlich laut Programm schon um 15.15 Uhr beginnen sollen, das Ergebnis für Merz wurde erst gegen 18.40 Uhr verkündet.





![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)




