Vergangene Woche hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un noch erklärt, alle Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Rahmen des Ukraine-Kriegs „bedingungslos zu unterstützen“. Aktuelle Bilder aus Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang untermalen, wie weit Kims Unterstützung tatsächlich geht.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Montag berichtete, hat der 42-Jährige Wohnungen für die Familien von nordkoreanischen Soldaten enthüllt, die in Russlands Krieg gegen die Ukraine getöteten worden sind.

Nach Angaben der Geheimdienste Südkoreas und westlicher Staaten habe das international isolierte Nordkorea Tausende Soldaten entsandt, die im Ukraine-Krieg an der Seite der russischen Armee kämpfen. Seoul schätzt, dass bislang etwa 2000 von ihnen getötet worden sind.

Kim Jong-un stellt Wohnungen für Familien von getöteten Soldaten bereit

Wie KCNA weiter berichtet, bezwecke Pjöngjang mit dem Bau der Wohnungen, dass „seine vortrefflichen Söhne, die das Heiligste verteidigt haben, indem sie ihr Wertvollstes opferten, für immer weiterleben“, so Kim dem Bericht zufolge in einer Rede.

Kims Tochter und mögliche Nachfolgerin Kim Ju-ae begleitete ihn bei der Eröffnung der Wohnung entlang der Straße Saeppyol, wie von KCNA veröffentlichte Bilder zeigen. Ein weiteres Foto zeigt Kim, wie er auf einem Sofa offenbar mit Angehörigen eines gefallenen Soldaten spricht, seine Tochter steht dabei hinter ihnen. „Vor ihrem Tod werden sich die heldenhaften Märtyrer vor dem inneren Auge ihre geliebten Familien in dem ewig aufblühenden Land ausgemalt haben“, so Kim laut KCNA.

Das Foto zeigt Kim Jong-un (Mitte) und seine Tochter Ju-ae (hinten links) beim Besuch der Familien gefallener Soldaten, die in ihre Häuser in der neu eingeweihten Saeppyol-Straße in Pjöngjang einziehen.
Das Foto zeigt Kim Jong-un (Mitte) und seine Tochter Ju-ae (hinten links) beim Besuch der Familien gefallener Soldaten, die in ihre Häuser in der neu eingeweihten Saeppyol-Straße in Pjöngjang einziehen.© AFP | Str

Ukraine-Krieg: Wie Nordkorea Russland unterstützt

Besonders interessant: Trotz Kims deutlicher Aussagen vergangener Woche erwähnt der KCNA-Bericht Russland nicht mit einem Wort. Bekannt ist allerdings, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit der Lieferung von Artillerie-Munition, Raketen und Langstreckenraketen-Systemen unterstützt.

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Experten zufolge erhält das Land im Gegenzug finanzielle Hilfe, militärische Technologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen von Russland.

afp