SPD-Innenexperte Rüdiger Erben ist tot. Der parlamentarische Geschäftsführer der sachsen-anhaltischen SPD-Landtagsfraktion starb am Mittwoch überraschend mit 58 Jahren, wie ein Sprecher der Fraktion der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Erben, gebürtig aus Thüringen, hat in Sachsen-Anhalt in der Kommunal- und in der Landespolitik in verschiedenen Ämtern seine Fußstapfen hinterlassen und sich dabei parteiübergreifend Respekt erworben. So war er von 2001 bis 2006 Landrat im damaligen Landkreis Weißenfels, anschließend war er fünf Jahre Staatssekretär im Innenministerium.

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Rüdiger Erben verstorben: SPD-Politiker erarbeitete sich guten Ruf als Innenexperte

2011 wurde Erben Landtagsabgeordneter, seit 2016 war er parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. In dieser Funktion arbeiten Politiker eng mit dem Fraktionsvorsitzenden zusammen und bereiten etwa die Plenarsitzungen vor.

Erben hat sich einen Ruf als Innenexperte erarbeitet. Er kümmerte sich besonders um die Themen Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr. Zudem wirkte er im parlamentarischen Untersuchungsausschuss mit, der den Anschlag in Magdeburg aufarbeitet. Dort stellte er an die Zeugen immer wieder kritische Fragen, um Schlussfolgerungen für die Zukunft ziehen zu können.

Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Erben war auch ehrenamtlich aktiv

Die Sozialdemokraten wollen am Samstag ihre Landesliste für die Landtagswahl im September aufstellen. Erben war für Platz sieben vorgesehen. Welche Auswirkungen Erbens Tod auf den Prozess hat, war zunächst unklar.

Neben seiner politischen Arbeit engagierte sich Erben auch ehrenamtlich, unter anderem als Landesvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er war verheiratet und hinterlässt zwei erwachsene Söhne.

dpa/dw