Um den geplanten „Friedensrat“ von US-Präsident Donald Trump gebührend zu kommentieren, bieten sich die Worte eines legendären Comedians an: „Ich mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt“, sagte der Marx-Brother Groucho einst. Tatsächlich wäre eine Mitgliedschaft in Trumps Club, zu der 60 Staats- und Regierungschefs eingeladen wurden, für einen deutschen Bundeskanzler ein Armutszeugnis.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Sonst säße er in einer Mischung aus Golfclub und dem „Galaktischen Imperium“ bei „Star Wars“. Ein Zirkel, der Trumps Größenwahn und Allmachtsfantasien bedient.
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Schlimm genug, dass mit Ungarn und Bulgarien zwei EU-Staaten in der Runde sitzen, neben Autokraten aus Aserbaidschan und womöglich dem Kriegsverbrecher Wladimir Putin. Mit ihnen will Trump als lebenslanger Boss die Weltpolitik steuern, demnächst also auch ohne Regierungsamt, und ohne lästige Debatten in der UN-Vollversammlung.
Was wäre die Agenda, wenn nicht Trumps Geschäftsziele? Wohin flössen die milliardenschweren Mitgliedsbeiträge aus deutschen Steuergeldern, wenn nicht in die Taschen des Polit-Oligarchen? Sich hier einzureihen und die UN zu schwächen, käme einem Verstoß gegen den Grundgesetz-Auftrag nahe, nämlich „dem Frieden der Welt zu dienen“.

Da Trump Absagen als Majestätsbeleidigung bewertet, ist es richtig, dass die Bundesregierung den Vorschlag höflich-skeptisch prüft. Doch eine Absage ist alternativlos. Auch wenn die Vereinten Nationen in letzter Zeit oft von ideologischen Grabenkämpfen gelähmt wirkten, Stichwort Gaza-Krieg – sie sind die einzig legitime Weltfriedensorganisation. Trumps Allianz gefügiger Staaten würde die Weltlage weiter destabilisieren.






