US-Vizepräsident JD Vance wird offenbar nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) kommen. Das berichten „Welt.de“ und „The Pioneer“. Zuletzt hatte es in Berichten geheißen, der Vizepräsident werde, wie im letzten, auch in diesem Jahr an der Konferenz teilnehmen. Die Organisatoren selbst wollten dies zunächst weder bestätigen noch dementiern: „Zum jetzigen frühen Zeitpunkt geben wir wie üblich keine Auskunft über einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, teilte ein Sprecher auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Wir freuen uns auch in diesem Jahr auf eine hochrangige amerikanische Delegation bei der Münchner Sicherheitskonferenz.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Bei seinem Besuch im Jahr 2025 hatte Vance einen denkwürdigen Auftritt hingelegt. In seiner Rede hatte er den Europäern unter anderem vorgeworfen, die Meinungsfreiheit in ihren Staaten zu unterdrücken, Social-Media zu zensieren und Wählerwillen und Wahlen nicht anzuerkennen. „Wenn Sie vor Ihren eigenen Wählern davonlaufen, kann Amerika nichts für Sie tun“, hatte er unter anderem gedroht.

Statt Russland oder China als größte Bedrohungen für Europas Sicherheit zu bezeichnen, stellte Vance zudem die Einwanderung von fliehenden Menschen als größte Gefahr dar. Auch auf die Brandmauer zur AfD war Vance zu sprechen gekommen und hatte diese als Symptom einer vermeintlich voranschreitenden Zerstörung der europäischen Demokratien gegeißelt.

News aus den USA

Rede zeigte Risse im europäisch-amerikanischen Verhältnis

Die Rede war in Deutschland und Europa als eine beispiellose Abrechnung der US-Regierung mit ihren europäischen Verbündeten wahrgenommen worden. Verteidigungsminister Boris Pistorius etwa hatte sie als „nicht akzeptabel“ bezeichnet. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz verbat sich eine Einmischung von Außenstehenden zugunsten der AfD in die Demokratie, Wahlen und demokratische Meinungsbildung der Bundesrepublik.

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#32 Dietmar Bartsch über das Vermögen der SED und seine Zeit in Moskau
Meine schwerste Entscheidung
 

Warum Vance dieses Jahr nicht nach München kommt, ist bislang unbekannt. Themen gäbe es genug zu besprechen: Der weiter mit größter Brutalität geführte Krieg Russlands gegen die Ukraine oder der Griff des US-Präsidenten nach Grönland, der, so sieht es die dänische Regierung, das Potenzial hat, die Nato zu zerstören.

pcl