Der Kampfpanzer VT-4 der Firma Norinco solle ein Vorzeigemodell der chinesischen Rüstungsindustrie werden. Als kostengünstige Alternative zu westlichen Spitzenmodellen wie dem Leopard 2 aus deutscher Produktion und dem amerikanischen Abrams positioniert, solle der VT-4 Chinas Exportstrategie untermauern. Diese zielt darauf ab, leistungsfähige Waffensysteme für schmalere Verteidigungsbudgets auf dem internationalen Markt zu etablieren. Doch in der Praxis enttäuscht der moderne Panzer, wie die thailändische Armee nun öffentlich macht.
VT-4-Panzer: Thai-Militär greift lieber auf ältere Modelle zurück
Thailand hatte als erster Großkunde 2018 insgesamt 38 VT-4 gekauft, die im Grenzkonflikt mit Kambodscha erstmals in Gefechten getestet wurden. Der Panzer sollte ältere Modelle wie den M60 aus den USA oder den ukrainischen T-84BM Oplot-T ersetzen. Doch laut internen Berichten empfehlen Offiziere inzwischen, den VT-4 bei kritischen Einsätzen durch diese älteren Modelle zu ersetzen. Diese gelten als mechanisch robuster und vor allem zuverlässiger.
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Ein Video, das derzeit auf X kursiert, verdeutlicht die Probleme: Es zeigt ein gepanzertes Bergungsfahrzeug, das einen ausgefallenen VT-4 aus einer dschungelähnlichen Landschaft abschleppt. Der Kampfpanzer ist offenbar so schwer beschädigt, dass er sich nicht mehr aus eigener Kraft bewegen konnte – ein Sinnbild für die zunehmende Kritik.
#Thailand | #Cambodia
— T-55AM1 (@T_55AM1_) 5. Januar 2026
Footage of a RTA M88A2 Hercules armored recovery vehicles towing away a broken down RTA VT-4 main battle tank.
It is reported that the VT-4 suffers from numerous reliability issues, whereas older platforms such as the T-84BM Oplot-T, M48A5PI and M60A3… pic.twitter.com/6Q5xRqUlAA
Chinas Vorzeigepanzer: Technische Mängel und spektakuläre Pannen
Laut einem Bericht des Fachportals „Defence Blog“ gibt es gravierende Probleme mit der Systemarchitektur des VT-4. Fehlfunktionen im Motor und der Elektronik treten unter Gefechtsbedingungen immer wieder auf, ebenso wie Mängel bei der Haltbarkeit der 125-mm-Glattrohrkanone. Soldaten berichten, dass die Kanone schneller verschleißt und bei Feuergefechten bereits nach knappem Überschreiten ihrer Haltbarkeitsgrenze ausfällt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Ein Bericht aus Thailand beschreibt einen Vorfall, bei dem das Kanonenrohr eines VT-4 während eines Manövers sogar platzte und den Panzer schwer beschädigte.
Auch die Drehgeschwindigkeit des Turms stößt auf Kritik: Sie sei zu langsam für dynamische Kampfsituationen und mache die theoretischen Vorteile des Panzerdesigns zunichte, wie aus den Informationen des Fachportals zu entnehmen ist. Besonders betrifft dies den Einsatz der sogenannten Hunter-Killer-Fähigkeit, bei der Kommandant und Richtschütze gleichzeitig Ziele erfassen und bekämpfen können. Insgesamt ist der VT-4 nach Einschätzung der Besatzungen im aktuellen Zustand nicht einsatzbereit.
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VT-4: Negative Erfahrungen in Nigeria und China
Die Probleme des VT-4 sind indes nicht auf Thailand beschränkt. Nigeria setzt den Panzer im Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe Boko Haram ein, wo ebenfalls über Mängel berichtet wird. Während eines Tests ließ sich die Hauptwaffe eines VT-4 nicht abfeuern – ein weiteres Beispiel für die Unzuverlässigkeit der Systeme. Zudem sind Ersatzteile nur schwer zu beschaffen, was die Einsatzbereitschaft enorm erschwert.
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Zu einem Zwischenfall kam es auch in China selbst: Bei einer Vorführung des Panzers auf der Zhuhai Airshow im Jahr 2025 blieb das Fahrzeug auf einem Hügel stecken, da eine der vorderen Laufrollen einfach abfiel. Die Airshow gilt als Chinas internationales Schaufenster für die Fähigkeiten der nationalen Rüstungskonzerne.







