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US-Präsident Donald Trump hat erneut den Anspruch der Vereinigten Staaten auf Grönland bekräftigt. Im Interview mit der „New York Times“ machte er deutlich, warum er eine Kontrolle der zu Dänemark gehörenden Insel für notwendig hält. „Besitz gibt Ihnen Dinge und Elemente, die Sie nicht allein durch die Unterzeichnung eines Dokuments erhalten können“, erklärte er. Grönland, sagte Trump, sei psychologisch und strategisch für den Erfolg der USA unverzichtbar.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Nato als sicherheitspolitisches Bündnis betrachtet Trump nur mit einer eindeutig dominierenden Führungsrolle der Vereinigten Staaten als stabil. Auf die Frage, ob für ihn der Erhalt Grönlands oder der Fortbestand der Nato größere Priorität habe, wich der Präsident einer klaren Antwort aus: „Es könnte eine Entscheidung sein.“
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„Ich will, dass sie sich zusammenreißen“ – Trump mahnt die Nato
Trump formulierte im Interview mit der „New York Times“ klare Erwartungen an seine europäischen Partner: „Ich will, dass sie sich zusammenreißen.“ Er führte an, dass er die Nato-Mitglieder dazu bewegt habe, mehr vom Bruttoinlandsprodukt für das Bündnis auszugeben. Gleichzeitig betonte er, dass die Nato ihre Abschreckungswirkung nur durch die Präsenz der Vereinigten Staaten erzielen könne. „Russland ist überhaupt nicht besorgt über irgendein anderes Land außer uns.“
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Stephen Miller, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus, hatte jüngst die Forderung nach amerikanischer Kontrolle über Grönland vehement unterstützt. Im Gespräch mit „CNN“ stellte er die territorialen Ansprüche Dänemarks infrage und betonte, die Nato sei ohne die Führungsrolle der USA bedeutungslos. Grönland sei sicherheitspolitisch so zentral, dass die amerikanischen Ansprüche nicht diskutabel seien, erklärte er.
News aus den USA
Trump: „Mein eigener Verstand kann mich stoppen“
Während die internationale Aufmerksamkeit wächst, sorgen auch andere Aussagen im „New York Times“-Interview mit Trump für Aufsehen. Auf die Frage der Journalisten, ob internationale Abkommen oder Recht seine Macht begrenzen würden, antwortete der US-Präsident: „Mein eigener Sinn für Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich stoppen kann.“
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Er machte deutlich, dass für ihn Völkerrecht und globale Normen kaum eine Rolle spielen. „Ich brauche kein internationales Recht“, erklärte Trump. Nach mehrmaligem Nachhaken der Reporter relativierte er diese Haltung zwar, da die US-Regierung sich an internationales Recht halten müsse, doch fügte er hinzu: „Es hängt davon ab, was Ihre Definition von internationalem Recht ist.“
Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert
Grönland: Brennpunkt für die Weltpolitik
Das kürzliche Vorgehen in Venezuela und die Gefangennahme des Staatspräsidenten Nicolas Maduro durch das US-Militär haben das Unbehagen über Trumps eigene Definition von internationalem Recht verstärkt. Die Rechtmäßigkeit der Aktion stellten selbst US-Kongressmitglieder infrage.

Parallel wurde aus dem Weißen Haus verkündet, dass das US-Militär für Präsident Trump in seiner Rolle als Oberbefehlshaber „jederzeit als Option“ zur Verfügung stehe – offenbar auch im Zusammenhang mit Grönland.
Mit dem Interview hat Trump nun nicht nur geopolitische Spannungen zusätzlich verschärft. Er lässt Zweifel daran aufkommen, ob internationale Rechte und Vereinbarungen unter seiner Präsidentschaft noch eine Rolle spielen. Es wirkt, als sei der Konflikt um Grönland längst mehr als eine Frage des Besitzes: Er ist zu einem Brennpunkt für die Zukunft der internationalen Gemeinschaft geworden.















