Das neue Jahr startet für das BSW mit einem Knall: In Brandenburg hat SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke die Wagenknecht-Partei aus der Koalition geworfen. Das Chaos im BSW machte verlässliches Regieren unmöglich. Im Streit verabschiedeten sich zudem mehrere BSW-Abgeordnete, sodass die Koalition keine Mehrheit mehr hatte. Ein politischer Totalschaden.

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Dieser droht auch dem von Sahra Wagenknecht gegründeten BSW insgesamt. Nach der Gründung vor erst zwei Jahren folgten schnelle Erfolge bei der Europawahl und drei Landtagswahlen. Außer in Brandenburg konnte das BSW auch in Thüringen mitregieren. Die Wagenknecht-Truppe feierte sich als das erfolgreichste Parteien-Start-up in der Geschichte der Bundesrepublik.

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#2 Sahra Wagenknecht über den Bruch mit der Linken
Meine schwerste Entscheidung
 

Heute erinnert das BSW jedoch an Ikarus, der zu hoch flog und ins Meer stürzte. Bei der Bundestagswahl scheiterte das BSW an der Fünf-Prozent-Hürde, wenn auch knapp. Seitdem ringt die Partei um Aufmerksamkeit – zumal sich die Parteigründerin Wagenknecht vom Vorsitz zurückzog. Auch die Umfragewerte sind schwach. Die Kapriolen in Brandenburg schaden dem Ansehen zusätzlich.

Somit dürfte sich 2026 an zwei Punkten entscheiden, ob das BSW eine Zukunft im bundesdeutschen Parteiensystem hat – oder allenfalls eine regionale Erscheinung bleiben wird. Die große Hoffnung des BSW ist, auf dem Rechtsweg eine Neuauszählung der Bundestagswahl und damit möglicherweise einen Einzug in den Bundestag zu erreichen.

Darum hält das BSW im Namen an Wagenknecht vorerst fest

Kommentarfoto Jan Dörner
Jan Dörner ist Chefreporter Politik in der FUNKE Zentralredaktion.© Reto Klar | Reto Klar

Zudem will das BSW bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ein Überlebenszeichen senden. Dafür vollzieht die Partei den längst beschlossenen Abschied vom Namen „Bündnis Sahra Wagenknecht“ erst nach den Wahlen. Gelingt beides nicht, ist der Totalschaden da.