Hollywood liebt klare Rollen. Helden. Schurken. Intrigen. Und manchmal den ganz großen Skandal. Genau der bahnt sich gerade an. Nur nicht auf der Leinwand, sondern im Weißen Haus. Netflix gegen Paramount. Zwei Giganten. Ein Traditionsstudio Hollywoods als Beute: Warner. Ein Milliardenkrieg um Superhelden, Zauberlehrlinge und Einschaltquoten. Großes Kino – bis Donald Trump die Bühne betritt. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Plötzlich wird aus Wirtschaftspolitik Vetternwirtschaft. Denn Donald Trump will „mitreden“. Ausgerechnet jetzt, wo der Paramount-Deal vom Investmentfonds seines Schwiegersohns Jared Kushner mitfinanziert wird. Das ist ein Interessenkonflikt im IMAX-Format. In jedem ordentlichen Drehbuch gäbe es dafür nur ein Wort: Korruption. 

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Trump inszeniert sich gern als Schiedsrichter der Nation. Jetzt steht er als möglicher Profiteur mitten im Spiel. Der Präsident als Regisseur-Zünglein an der Waage. Der Schwiegersohn mit im Jackpot. Und die Kartellprüfung als politischer Hebel. So wird aus „House of Cards“ über Nacht „House of Kushner“. 

Wer glaubt, hier gehe es nur um Marktanteile, verpasst den eigentlichen Film. Es geht um die Konzentration von Macht – über Bilder, über Nachrichten, über Erzählungen. Alles politisches Kapital. Trump weiß genau, was er da in den Händen halten könnte.  

Dirk Hautkapp
Dirk Hautkapp© privat | Privat

Ein Präsident, der indirekt an einem Medien-Megadeal verdient, während seine Regierung über dessen Genehmigung entscheidet, ist aber kein Betriebsunfall. Sondern demokratischer Totalschaden.

Hollywood mag Illusionen lieben. Die Demokratie tut das nicht. Und dieser Film endet für Amerika garantiert nicht mit einem Happy End. Es sei denn, Trump legt die Hauptrolle unverzüglich nieder, die er sich selbst zugedacht hat.