Russlands Angriff auf Deutschland läuft schon. Nicht mit Panzern, nicht mit nuklearen Waffen. Russlands Geheimdienste operieren minimal-invasiv. Und doch hocheffizient. Mehrere Fälle zeigen, wie russische staatliche Stellen meist junge, wenig gebildete Männer in Deutschland anheuert. Für wenig Geld führen sie Aktionen durch: kundschaften Kasernen aus, sprühen pro-russische Graffiti, versenden Pakete mit explosiver Ladung.
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Die Wirkung dieser Aktionen ist massiv: Sie beeinflussen die Stimmung in Deutschland, sollen verunsichern, die deutschen Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft halten. Und diese sogenannten „Low-Level-Agenten“ im Dienst des Kreml sind schwer zu kontrollieren und zu ermitteln. Die Erfolge der Polizei sind überschaubar. Zur Not lässt Russland seine „Wegwerf-Agenten“ fallen.

Putins Wegwerf-Agenten: Es braucht eine gute Aufklärung gegen Russlands Sabotageaktionen
Deshalb reicht es nicht, auf Strafverfolgung zu setzen. Die Resilienz eines Staates zeigt sich nicht nur an der Größe seiner Armee, nicht nur an den Beständen in den Rüstungslagern. Widerstandsfähigkeit gegen Bedrohung von außen schafft man durch Wachsamkeit, durch Training in Alltagssituationen, durch Prävention.
Bund und Länder wollen zunehmend auf Aufklärungskampagnen gegen Russlands Sabotageaktionen setzen. Das ist richtig. Und es es klug, hier die untere Ebene des Staates eng einzubinden: Sozialämter, Ausländerbehörden, Schulen, Vereine. Es geht weniger darum, verdächtige Menschen anzuschwärzen. Wir leben nicht in einem Denunziantenstadl.

Es geht um das Wissen, dass Putins hybrider Krieg nicht bei Drohnenüberflügen oder der Schwarzmeer-Flotte in der Ostsee endet. Sondern schon vor Ort in den Kommunen beginnt.




