In den vergangenen Monaten häuften sich die Verletzungen des Nato-Luftraums durch russische Flugzeuge. Nun ist über der Ostsee ein besonders seltener Russenflieger gesichtet worden, wie das Portal „United24“ berichtet. Eine Tupolew Tu-134UBL flog in der Nähe des Nato-Luftraums zusammen mit Su-30-Kampfjets und einem weiteren Flugzeug, bei dem es sich offenbar um einen Su-24-Bomber oder ein Aufklärungsflugzeug handelt.
Over the last week 🇮🇹 jets deployed at Amari 🇪🇪scrambled to intercept multiple 🇷🇺 assets. NATO Air Policing in the Baltic region ensures security of @NATO airspace under Eastern Sentry#EasternSentry is enhancing flexibility and strength to NATO's posture on the eastern flank pic.twitter.com/UElLnTi7VJ
— NATO Air Command (@NATO_AIRCOM) 21. November 2025
Da die russischen Flieger laut Nato-Angaben keinen Flugplan eingereicht hatten und sich auch nicht per Funk meldeten, lösten sie einen Nato-Alarm aus. Italienische Eurofighter vom Typ Typhoon stiegen im Rahmen der Mission „Baltic Air Policing“ auf und fingen die russischen Flieger ab
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Seltener Russenflieger abgefangen: Das kann die Tu-134UBL
Bei der abgefangenen Tu-134UBL handelt es sich um eine spezielle Modifikation des sowjetischen Passagierflugzeugs Tu-134. Besonderes Merkmal: die besonders lange und spitze Flugzeugnase. Diese enthält spezielle Radartechnologie, wie sie auch der Bomber Tu-22M hat, sowie Avionik von Langstreckenkampfflugzeugen.
Eingesetzt wird die Tu-134UBL für Trainings: Russische Besatzungen üben mit ihr für Einsätze der strategischen Bomber vom Typ Tu-160 und Tu-22M3. Aber auch für den Transport von Soldaten – etwa in die russische Exklave Kaliningrad – wird es verwendet. Dass es sich bei der speziellen Tupolew um einen besonderen und seltenen Flieger handelt, zeigt auch ihr Spitzname: „Schwarze Perle“ wird er auch in russischen Fliegerkreisen genannt
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Auch Ukraine setzte auf die Tu-134UBL
Laut dem ukrainischen Portal „Defense Express“ sind 17 Tu-134UBL-Flieger noch im aktiven Dienst der russischen Luftwaffe. 25 weitere sind eingelagert. Nach einem tödlichen Absturz in Kirgisistan 2011 hatte Russland zwischenzeitlich die Ausmusterung der Flugzeuge erwägt, diese Entscheidung jedoch inzwischen revidiert. Auch die Luftwaffe der Ukraine verwendete früher sieben Flugzeuge von diesem Typ, die auf den Luftwaffenstützpunkten Mykolajiw und Pryluky stationiert waren.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Was die nun abgefangene TU-134UBL und die anderen russischen Flugzeuge über der Ostsee vorhatten, ist nicht bekannt. Allerdings fällt der Vorfall in eine Zeit, in der sich die russischen Verletzungen des Nato-Luftraums über der Ostsee häufen: Ende Oktober fingen polnische Kampfjets eine russische Maschine ohne Flugplan und mit ausgeschalteten Transponder ab. In den Wochen zuvor war von Russland zudem der Luftraum Litauens und Estlands verletzt worden.