Die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können im kommenden Jahr mit einer Rentenerhöhung von etwa 3,7 Prozent rechnen. Das geht aus dem Entwurf für den jährlichen Rentenversicherungsbericht hervor, in dem Einnahmen, Ausgaben und andere finanzielle Entwicklungen der Rentenversicherung aufgeschlüsselt werden. Der Bericht wird nach Angaben aus Regierungskreisen nun zunächst intern abgestimmt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Es handelt sich bei dem Wert um eine Schätzung. Wie stark die Rente im kommenden Jahr tatsächlich steigt, legt das Bundeskabinett immer erst im Frühjahr fest. Abweichungen vom jetzt vorliegenden Wert sind dabei durchaus möglich, etwa wenn sich die Löhne anders entwickeln als erwartet. So war vor einem Jahr ein Renten-Plus von lediglich 3,5 Prozent prognostiziert worden. Die jährliche Anpassung zum 1. Juli lag dann aber bei 3,74 Prozent.

Junge Gruppe steht Rentenpaket ablehnend gegenüber

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) verschickte den Entwurf am Freitag zur Abstimmung an die anderen Ministerien. Die Berechnungen dazu beinhalten auch die Finanzwirkungen des Rentenpakets, das vom Bundestag noch verabschiedet werden muss. Das Rentenpaket stößt aktuell auf Widerstand jüngerer Unionsangeordneter. Die 18 Bundestagsabgeordneten der sogenannten Jungen Gruppe der Union drohen damit, die Verabschiedung des Gesetzes zu verhindern. Sie argumentieren, dass der Gesetzentwurf zur Rentenstabilisierung aus dem Haus von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas über das Jahr 2031 hinaus über die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags hinausgehe - mit Folgekosten von rund 115 Milliarden Euro bis zum Jahr 2040.

Die Renten richten sich nach der Lohnentwicklung im Land. Sie werden im Normalfall jedes Jahr im Juli angehoben. Sinken die Löhne, verhindert eine sogenannte Rentengarantie aber, dass auch die Altersbezüge nach unten gehen. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu Nullrunden, wie im Zuge von Corona oder 2010 nach der Finanzkrise.

dpa/fmg