Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, neue Atomwaffentests zu beginnen, ist ein alarmierendes Signal. Die Nachricht kommt einen Tag, nachdem Kremlchef Wladimir Putin verkündet hat, die mit einem nuklearen Antrieb ausgestattete Unterwasserdrohne „Poseidon“ getestet zu haben. Am Sonntag hatte Putin bereits den erfolgreichen Start des von einem nuklearen Mini-Reaktor angetriebenen Marschflugkörpers „Burewestnik“ („Sturmvogel“) erklärt.
Das atomare Säbelrasseln des russischen Präsidenten unterstreicht, dass Moskau keinerlei Interesse an einem Verhandlungsfrieden im Ukraine-Krieg hat.
Trumps Schritt ist offensichtlich eine Antwort darauf. Der Amerikaner hat aber auch die rasante nukleare Aufrüstung Chinas im Visier, durch dessen Weltmacht-Ambitionen sich die Vereinigten Staaten bedroht sehen. Zwar ist nicht klar, welche Art von Atomtests Trump meint. Sein Hinweis „auf gleicher Basis“ wie Russland und China würde zwar bedeuten, dass keine Nuklearbombe gezündet wird – viel mehr ginge es um die Tests von Trägersystemen für Kernwaffen.
Atomwaffen werden wieder salonfähig
Aber es ist eine Enttabuisierung des A-Worts. Die USA haben seit 1992 keinen Atombombentest durchgeführt. Auch Russland und China haben dies seit Jahrzehnten nicht getan.
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In der aktuellen geopolitischen Lage, die von Krisen und Kriegen mit hoher Eskalationsgefahr erschüttert, ist Trumps Vorpreschen ein beunruhigendes Zeichen. Unter den acht übrigen Atomwaffenstaaten dürfte der Anreiz zu einem Ausbau der nuklearen Arsenale steigen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Länder, die nicht über Kernwaffen verfügen, könnten sich ermutigt fühlen, dies nun anzustreben. Die Drohung mit Nuklearwaffen läutet eine neue Ära der globalen Politik ein. Die Welt wird noch unkalkulierbarer.






