In Deutschland ist die Zahl der Angriffe gegen Christopher Street Day-Demonstrationen weiter gestiegen. 2025 gab es bei fast jedem zweiten CSD Angriffe und Störungen – fast die Hälfte von ihnen ging laut einem Report der Amadeu-Antonio-Stiftung (PDF) von Rechtsextremen aus. Teilweise versuchen rechtsextreme Kommunalpolitiker schon im Vorfeld CSDs zu verhindern, woanders gibt es rechtsextreme Gegendemonstrationen mit teils Hunderten Teilnehmenden. Auch queerfeindliche körperliche Angriffe, Hate Speech, Online-Hetze und Sachbeschädigungen durch Rechtsextreme hat die Stiftung dokumentiert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Die Angriffe auf CSDs sind keine zufälligen Provokationen, sondern Teil einer Strategie: Rechtsextreme versuchen den öffentlichen Raum zu erobern und die demokratische Zivilgesellschaft einzuschüchtern“, sagte Lea Lochau von der Amadeu-Antonio-Stiftung zu den steigenden queerfeindlichen Entwicklungen. Demnach ist der Hass gegen die LGBTQIA+-Community für Rechtsextreme ein zentraler Bestandteil ihrer antidemokratischen Bestrebungen.

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Angriffe gegen CSDs: So schützt die Amadeu-Antonio-Stiftung Veranstaltungen

Lokale Sicherheitsbehörden sind beim Schutz von CSDs oft überfordert, deswegen hat die Amadeu-Antonio-Stiftung den Regenbogenschutzfonds ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurden daraus 50 CSD-Events mit insgesamt 100.000 Euro gefördert. Hierdurch können professionelle Sicherheitsdienste, Security-Schulungen und kontrollierte Einlassregelungen für queere Veranstaltungen finanziert werden.

„2025 gab es so viele CSDs wie nie zuvor. Sie sind zu Orten der Mobilisierung gegen Rechtsextremismus und zu Bollwerken der Demokratie geworden. Umso wichtiger ist es, CSDs zu unterstützen und sie bei der Umsetzung von Schutzkonzepten aktiv zu begleiten“, sagte Lochau zum Regenbogenschutzfonds.

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In manch einer Stadt konnte demnach erst durch die Unterstützung der Stiftung überhaupt ein CSD stattfinden. So etwa im mecklenburgischen Grevesmühlen, wie die dortigen Organisatoren schrieben: „Durch den Regenbogenschutzfonds konnten wir den Schutz queerer Menschen gewährleisten, wo die Polizei es nicht konnte, wie zum Beispiel in den Zügen von und nach Grevesmühlen.“

jst/FMG