Es sind Nachrichten, die Kreml-Chef Wladimir Putin nicht gefallen dürfen: Die Ukraine hat in der vergangenen Nacht offenbar einen großen Drohnenangriff auf Russland gestartet. Die russische Armee hat nach eigenen Angaben 40 Kampfdrohnen abgefangen, „von denen 34 nach Moskau flogen“.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Ob alle Drohnen abgefangen wurden oder durch Explosionen Schäden entstanden, machte das Verteidigungsministerium zunächst nicht öffentlich. Anwohner mehrerer Städte in der Oblast Moskau berichteten allerdings von Explosionen, wie es im russischen Telegramkanal „Mash“ hieß. Bilder gab es indes nur von einer Rauchsäule nahe dem Moskauer Stadtteil Kommunarka.

Als Reaktion auf die Angriffe stellten zwei Moskauer Flughäfen vorübergehend den Betrieb ein.

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Tote in Grenzgebieten Belgorod und Brjansk

Insgesamt wurden nach Militärangaben in der Nacht 193 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet ausgeschaltet. Solche Informationen sind nicht unabhängig überprüfbar, sie lassen aber Rückschlüsse auf den Umfang eines Angriffs zu. In den Grenzgebieten Belgorod und Brjansk wurde nach örtlichen Angaben je ein Mensch durch die Drohnen getötet.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als dreieinhalb Jahren mit einem verheerenden Krieg. Mit ihren weitreichenden Drohnenangriffen versucht die Ukraine, den Krieg ins Land des Angreifers zurückzutragen. Die Attacke auf Moskau könnte ein Test der russischen Flugabwehr um die Hauptstadt gewesen sein.

Russland verübtt immer wieder Drohnenschläge gegen die Energieinfrastruktur wie hier in Odessa. (Archiv)
Russland verübtt immer wieder Drohnenschläge gegen die Energieinfrastruktur wie hier in Odessa. (Archiv)© Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

Ukraine schlägt mit Angriffen auf russische Infrastruktur zurück

Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 setzt die Ukraine Drohnen gegen russische Infrastruktur ein, um damit auf die Raketen- und Drohnenangriffe Russlands zu reagieren, die insbesondere auf die ukrainische Energieinfrastruktur abzielen. Die Ukraine verstärkte wiederum zuletzt ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien und andere Energieanlagen.

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Zuletzt hatten Kampfdrohnen erhebliche Schäden bei Angriffen auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim angerichtet, wie der ukrainische Militärgeheimdienst HUR mitteilte. Bei den Attacken seien drei Radaranlagen sowie ein Landungsboot zerstört worden. Ein auf der HUR-Website veröffentlichtes Video, dessen Echtheit nicht überprüft werden konnte, zeigt den Anflug von Drohnen auf die genannten Ziele.

dpa/AFP/fmg