Die Tage mit guten Nachrichten aus der Politik sind selten geworden. Daher dürfen wir den 13. Oktober als einen Tag der Hoffnung in Erinnerung behalten. Die Übergabe der Geiseln und das Ende der Kämpfe sind für Israelis wie die Bewohner Gazas erlösend. Es ist kaum zu ermessen, was die Menschen auf beiden Seiten durchgemacht haben.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Der US-Präsident hat diesen Pakt mit der Brechstange erzwungen, und das verdient Anerkennung. Trumps Manier, mit dem Schädel durch die Wand zu gehen, hat in den USA innenpolitisch viel zerstört. Aber dieser archaische Konflikt in Nahost konnte nur brachial beendet werden. Nicht mit diplomatischen Formeln, sondern mit Ansagen, die ohne Interpretationsspielraum sind. „Über die Hamas wird die Hölle losbrechen, wenn sie die Geiseln nicht freilässt.“ Diesen Satz des US-Präsidenten, der über die stärkste Feuerkraft der Welt verfügt, hat jeder in der Hamas verstanden.

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Gleichzeitig wurde auch der Ton Richtung Jerusalem rau. Benjamin Netanjahu hätte seinen wichtigsten Verbündeten verloren, hätte er nicht rechtzeitig eingelenkt.

Und jetzt? Nach den Feierlichkeiten mit der unvermeidlichen Trump-Show kommt der schwierigste Part. Die Waffenruhe – von Frieden sprechen nur Naive – muss bewahrt werden. Dazu braucht es eine neue Entschlossenheit auf arabischer wie auf westlicher Seite. Jeder kleinste Versuch von neuer Gewalt muss im Keim erstickt werden.

Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion
Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Es ist nicht der erste Versuch, die Region zu befrieden, doch dieses Mal wird es besonders schwer. Die ermordeten Israelis, Zehntausende Tote in Gaza und über tausend freigelassene Kämpfer sind eine schreckliche Hypothek auf diesem Pakt von Kairo. Es wird Generationen brauchen, sie abzutragen.