Es sind absurde Vorwürfe, gegen die sich Frankreichs First Lady, Brigitte Macron, durch eine Klage wehrt: Nachdem die rechte Influencerin Candace Owens mehrfach behauptet hatte, Macron sei als Mann geboren worden, verklagten Emmanuel und Brigitte Macron die US-Amerikanerin im Juli dieses Jahres. Im Prozess um die Verleumdungsklage muss Brigitte Macron nun Beweise dafür vorlegen, dass sie wahrhaftig eine Frau ist – und Owens‘ Lügen verbreitet hatte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Brigitte Macron finde die Behauptungen „unglaublich verstörend“, sagte der Anwalt des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und seiner Frau dem BBC-Podcast „Fame Under Fire“. Der Vorfall sei eine Ablenkung für ihren Mann, so zitiert Anwalt Tom Clare die französische Präsidentengattin. „Ich möchte nicht behaupten, dass ihn das aus der Bahn geworfen hat. Aber wie bei jedem, der Karriere und Familie unter einen Hut bringen muss, ist es eine Belastung, wenn die Familie angegriffen wird“, sagte Clare der BBC.
Laut Anwalt: Brigitte Macron will umfassend beweisen, dass sie eine Frau ist
Dass nun Beweise über das Geschlecht von Brigitte Macron vor Gericht nötig sind, hat auch mit dem US-amerikanischen Rechtssystem zu tun. Im Fall einer Verleumdungsklage gegen Personen des öffentlichen Lebens müssen Kläger eine „tatsächliche Böswilligkeit“ nachweisen. Die Macrons müssen belegen, dass Owens wissentlich falsche Informationen verbreitet hat. Aber wie lässt sich nachweisen, dass Brigitte Macron eindeutig eine Frau ist – und Owens das hätte wissen müssen?
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Clare sagte, es werde „Expertenaussagen wissenschaftlicher Natur“ geben, ohne Details zu nennen. Außerdem gebe es Fotos von Brigitte Macron, die sie schwanger und mit ihren Kindern zeigen, bestätigte der Anwalt der Macrons. Das Paar sei bereit, „sowohl allgemein als auch konkret“ umfassend zu beweisen, dass die Anschuldigungen von Owens falsch seien, sagte Clare. Auch wenn die Angelegenheit „unglaublich ärgerlich“ für die Macrons sei.
Frankreichs First Lady empfindet „Unbehagen“, ihr Geschlecht beweisen zu müssen
„Es ist ein Prozess, dem sie sich in aller Öffentlichkeit unterziehen muss. Aber sie ist dazu bereit. Sie ist fest entschlossen, alles zu tun, um die Sache richtigzustellen“, sagte Clare der BBC über seine berühmte Mandantin. Sie sei „hundertprozentig bereit, diese Last auf sich zu nehmen.“
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Das Ehepaar Macron hatte im Juli 2025 Klage gegen Owens eingereicht. Ihre Anwälte wiesen die Vorwürfe zurück und stellten einen Antrag, um die Klage abzuweisen. Candace Owens ist eine ehemalige Kommentatorin des konservativen US-Senders „Daily Wire“. Die Rechtspopulistin hat Millionen von Followern in den sozialen Netzwerken und hatte nicht nur mehrfach behauptet, Brigitte Macron sei keine Frau, sondern auch, dass Emmanuel Macron homosexuell sei.
Brigitte Macron klagt gegen „zweiten Adolf Hitler“
In einem ihrer Videos erzählt sie: Sie habe „irgendwo gelesen“, dass sie der zweite Adolf Hitler sei. Ihr Gesprächspartner lacht daraufhin und sagt: „Wenigstens haben sie diesmal einen schwarzen Hitler gecastet.“ Dem rechtskonservativen Kommentator und Podcaster Tucker Carlson sagte Owens vor wenigen Wochen, sie freue sich auf den Rechtsstreit mit den Macrons.

Es ist nicht das erste Mal, dass Brigitte Macron und ihr Mann gegen Behauptungen dieser Art gerichtlich vorgehen. Im Jahr 2024 hatten sie zunächst einen Verleumdungsprozess gegen zwei Frauen gewonnen, die 2021 in einem Video auf YouTube behauptet hatten, Brigitte Macron habe nie gelebt. Stattdessen habe ihr Bruder sein Geschlecht geändert und würde unter dem Namen Brigitte leben. Die beiden Frauen legten Berufung gegen das Urteil ein, das daraufhin aufgehoben wurde. Verschwörungserzählungen um Brigitte Macrons Geschlecht wabern seit Mitte der 2010er-Jahre immer wieder durchs Internet.






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