US-Präsident Donald Trump hat am Montag den südkoreanischen Staatschef Lee Jae Myung im Weißen Haus empfangen. Beim Treffen sagte Trump, er würde den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un „gerne noch dieses Jahr treffen“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters. Er freue sich auf ein solches Gespräch.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Bereits kurz vor dem Treffen mit Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hatte Trump sein gutes Verhältnis mit Kim Jong-un angepriesen.  Er kenne den Machthaber sehr gut – „besser als fast jeder andere, außer seiner Schwester“, sagte er am Montag. „Ich freue mich, ihn zu sehen. Er war sehr gut zu mir.“

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Als Trump zum ersten Mal von 2017 bis 2021 im Amt war, hatte er Kim bereits dreimal getroffen, allerdings keine Einigung über eine atomare Abrüstung Nordkoreas erreichen können. Der US-Präsident will nach früheren Angaben auch in seiner zweiten Amtszeit an dem Ziel festhalten, Nordkorea vollständig nuklear abzurüsten.

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Trump wird von Südkoreas Staatschef umgarnt: „Friedensstifter“

Kurz nach seinen Äußerungen zu Kim empfing Trump im Weißen Haus dann den südkoreanischen Präsidenten Lee. Der wiederum ging direkt auf das Thema Nordkorea ein: „Ich freue mich auf Ihr Treffen mit dem Vorsitzendem Kim Jong-un, den Bau eines Trump Towers in Nordkorea und Golfpartien“, sagte Lee. Zugleich schmeichelte der Südkoreaner Trump und sagte, der US-Präsident sei „kein Friedensbewahrer, sondern ein Friedensstifter“. Das Treffen mit Südkoreas Staatschef verlief insgesamt harmonisch. Lee betonte außerdem laut einem Übersetzer, dass die koreanische Halbinsel die einzige „geteilte Nation“ der Welt sei und appellierte an Trump, sich für Frieden einzusetzen.

Das Verhältnis zwischen Süd- und Nordkorea ist äußerst angespannt. Zuletzt haben rund 30 nordkoreanische Soldaten nach UN-Angaben kurzzeitig die hochgerüstete Grenze zu Südkorea überschritten und damit Warnschüsse des dortigen Militärs ausgelöst. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Seit dem Koreakrieg (1950-53) ist die koreanische Halbinsel in einen kommunistischen Norden und demokratischen Süden geteilt. Der Krieg endete zwar mit einem Waffenstillstand, doch bis heute haben beide Staaten keinen Friedensvertrag unterzeichnet.

emi/dpa/AFP