Das FBI hat am Freitagmorgen (US-Zeit) eine Razzien am Wohnort und auch im Büro des früheren Nationalen Sicherheitsberaters von Donald Trump, John Bolton, durchgeführt. Wie die Nachrichtenagentur AP und weitere US-Medien berichten, hätten Agenten das Haus in Bethesda im Bundesstaat Maryland um etwa 7 Uhr morgens gestürmt. Später wurde auch sein Büro in Washington D.C. durchsucht, wobei Bolton in der Lobby des Gebäudes gesichtet wurde. Er sei nicht festgenommen worden und ihm seien keine Verbrechen zur Last gelegt worden, heißt es in den Berichten.

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die „New York Post“ berichtet, dass es bei den Durchsuchungen angeblich um geheime Dokumente geht, die in dem Wohnhaus aufbewahrt sein könnten. Während der ersten Trump-Regierung geriet Bolton wegen eines Buches über seine Regierungszeit in die Kritik, das nach Ansicht von Beamten geheime Informationen enthielt. Im Buch „The Room Where It Happened: A White House Memoir“ (deutscher Titel: Der Raum, in dem alles geschah. Aufzeichnungen des ehemaligen Sicherheitsberaters im Weißen Haus) wird Donald Trump als weitgehend inkompetent und ungeeignet für das Amt des US-Präsidenten beschrieben. Trump selbst kämpfte seinerzeit vergebens gegen die Veröffentlichung des Buches und behauptete, es enthalte Staatsgeheimnisse.

203926_1325_203926_cover.jpg
#14 Katrin Göring-Eckardt über ihr Leben in der Diktatur – und den Nachteil ostdeutscher Dialekte
Meine schwerste Entscheidung
 

John Bolton: FBI durchsucht Haus von Ex-Trump-Sicherheitsberater

Etwa zeitlich mit den Durchsuchungen von Maryland am Freitag schrieb der neue FBI-Chef Kash Patel auf dem Kurznachrichtendienst X: „NIEMAND steht über dem Gesetz. @FBI Agenten im Einsatz“. Beobachter vermuten, dass er damit auf die zu diesem Zeitpunkt laufende Razzia Bezug nahm.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

An seinem ersten Tag nach seiner Rückkehr ins Amt entzog der Republikaner Trump mehr als vier Dutzend ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern, darunter auch Bolton, die Sicherheitsfreigabe. Bolton gehörte zudem zu drei ehemaligen Trump-Mitarbeitern, deren Sicherheitsfreigabe Trump Anfang des Jahres aufgehoben hatte.

Exklusiv aus den USA – für Sie recherchiert

Der langjährige Diplomat Bolton, der als Hardliner gilt, war in den Jahren 2018 und 2019 Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus, trat dann aber im Streit mit Trump zurück.

In einem ABC-Interview Anfang des Monats wurde Bolton gefragt, ob er sich Sorgen mache, dass die Trump-Regierung gegen ihn vorgehen könnte. Bolton sagte, Trump sei bereits gegen ihn vorgegangen, indem er ihm seine Sicherheitskräfte entzogen habe, und fügte hinzu: „Ich denke, es ist eine Präsidentschaft der Vergeltung.“

les