Eigentlich dürfte TikTok in den USA längst nicht mehr online sein. Ein Gesetz schreibt vor, dass die Plattform vom chinesischen Mutterkonzern Bytedance getrennt werden muss – andernfalls droht das Aus. Doch statt den Druck zu erhöhen, hat das Weiße Haus nun einen eigenen TikTok-Account eröffnet.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichte die Regierung dort ein erstes, 27 Sekunden langes Video mit dem Titel „Amerika, wir sind zurück!“. Gezeigt werden Auftritte von Präsident Donald Trump, unterlegt mit seinem Satz „Ich bin eure Stimme“. Schon nach einer Stunde folgten dem Account rund 4500 Nutzer. Trump selbst betreibt längst einen eigenen Kanal mit mehr als 110 Millionen Followern.
News aus den USA
Trumps TikTok-Kehrtwende in seiner zweiten Amtszeit
Die Videoplattform steht in den USA seit Monaten in der Kritik. Behörden befürchten, die chinesische Regierung könne über TikTok an Daten amerikanischer Nutzer gelangen oder die öffentliche Meinung beeinflussen. Bytedance weist das entschieden zurück.
Kurz vor Trumps Amtsantritt im Januar war ein Gesetz in Kraft getreten, das Bytedance den Verkauf von TikTok vorschreibt – ansonsten soll die App in den USA verboten werden. Zwar erlaubt das Gesetz nur einen einzigen Aufschub von 90 Tagen bei laufenden Verkaufsverhandlungen, doch Trump gewährte der Plattform mehrfach zusätzliche Fristverlängerungen. Der Präsident begründete dies damit, er wolle „nicht, dass TikTok von der Bildfläche verschwindet“. Die aktuelle Deadline läuft Mitte September ab. Ein Käufer ist bislang nicht in Sicht.
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In seiner ersten Amtszeit bis Anfang 2021 hatte Trump noch selbst ein Verbot oder einen erzwungenen Verkauf durchsetzen wollen, scheiterte aber an US-Gerichten. Heute betrachtet er TikTok mit seinen mehr als 170 Millionen Nutzern in den USA offenbar als wertvolles Werkzeug – vor allem, um junge Wähler im aktuellen Wahlkampf zu erreichen.
dpa/afp










