Für eine verurteilte Kupplerin, die Jeffrey Epstein Minderjährige zum sexuellen Missbrauch zuführte, hat Ghislaine Maxwell ein vergleichsweise komfortables Leben. Seit gut zwei Wochen sitzt die 63-Jährige in einer Art Wohlfühl-Gefängnis im US-Bundesstaat Texas ein. Dorthin war die frühere Epstein-Freundin aus einem Bundesgefängnis in Florida überführt worden. Der Kuschel-Knast in Bryan ist Straftätern vorbehalten, von denen nach Einschätzung der Behörden praktisch keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht; die Sicherheitsvorkehrungen sind deswegen auch nur minimal.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Auch Ghislaine Maxwell, die eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, ist dort untergekommen. Zuletzt hatte sie mit den Ermittlern kooperiert und nach Aussage ihres Anwalts „jede einzelne Frage beantwortet“. Trotzdem ist Maxwells Verlegung nach Bryan eine Überraschung, denn Straftäter, die in Zusammenhang mit Sexualverbrechen verurteilt wurden, haben laut einer Bundesrichtlinie eigentlich kein Anrecht auf die Unterbringung in einer Haftanstalt mit verminderten Sicherheitsvorkehrungen.

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Wie nun bekannt wurde, wird Maxwell allerdings ein Recht verwehrt, das andere Häftlinge sicherlich gerne in Anspruch nehmen: Maxwell darf nicht mit den süßen Hundewelpen spielen, die von der Organisation Canine Companions extra dafür ins Gefängnis gebracht werden. „Häftlingen, die wegen einer sexuellen Straftat in Zusammenhang mit Minderjährigen oder einem Verbrechen gegen Tiere verurteilt wurden, erlauben wir das nicht“, erklärte Paige Mazzoni, Vorsitzende von Canine Companions, in einem Interview mit NBC News das strikte Vorgehen. Diese Straftaten seien Verbrechen gegenüber vulnerablen Lebewesen, so Mazzoni weiter. Und auch Welpen seien „vulnerabel“. Die Tiere müssten besonders geschützt werden.

Labrador-Welpe in der Hundeschule
Ein Labrador-Welpe. Für Ghislaine Maxwell tabu (Symbolbild).© Benjamin Nolte/dpa-tmn | Benjamin Nolte

Maxwell, die bereits in Florida in einem Gefängnis mit verminderten Sicherheitsvorkehrungen einsaß, hofft derweil auf eine vorzeitige Entlassung. Die könnte erfolgen, wenn sie beispielsweise von US-Präsident Donald Trump begnadigt würde. Trump selbst gab an, dass er bisher nicht um eine Begnadigung gebeten wurde. „Ich weiß nichts über den Fall, aber ich weiß, dass ich eine Begnadigung aussprechen könnte“, sagte Trump dazu.

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Für den US-Präsidenten ist die Angelegenheit ein heißes Eisen, an dem er sich wahrscheinlich ungern verbrennen würde. Sexualstraftäter Jeffrey Epstein war einst ein mächtiger Investor mit Beziehungen zu hochrangigen Persönlichkeiten in den USA und im Ausland, darunter auch zu Trump selbst. Dessen Rolle in dem Fall ist Gegenstand von Spekulationen und wilden Theorien.

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