Allein Kinder groß zu ziehen ist schwierig, das gilt umso mehr, wenn das Geld nicht reicht. Hunderttausende alleinerziehende Mütter und Väter können davon ein Lied singen. Dabei müsste es für viele von ihnen nicht so sein – wenn der andere Elternteil seinen Verpflichtungen nachkommen würde.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Sicher, nicht jeder Vater – und meistens sind es die Väter – der keinen Unterhalt zahlt, will sich darum drücken. Wer selbst gerade so über die Runden kommt, tut sich schwer, noch Geld für den Unterhalt aufzutreiben
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Unterhalt nicht gezahlt: Genügend Väter wollen einfach nicht
Doch genügend andere könnten und wollen einfach nicht. Sich zu entziehen, ist nicht schwierig. Online findet man Tipps, wie man sich arm rechnet, um weniger zahlen zu müssen. Und selbst wenn man das nicht tut, und einfach keinen Cent überweist, hat das für die Säumigen oft kaum Konsequenzen. Rechtlich kann man die Zahlung zwar durchsetzen lassen, bis hin zur Pfändung des Gehalts. In der Praxis aber muss man angesichts überlasteter Jugendämter und Gericht Glück haben, damit zeitnah gehandelt wird.

Leidtragende sind in erster Linie die Kinder, die so weniger Geld zum Leben haben als ihnen zusteht. Aber auch dem Staat entgeht hier viel Geld. Wenn die Koalition jetzt also härter durchgreifen will gegen, die zahlen könnten und es nicht tun, dann ist das zu begrüßen.
Schärfere Maßnahmen auf Papier allerdings ändern nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ohne zusätzlich Kapazitäten werden auch härtere Gesetze deshalb wenig ändern. Hier braucht es echten politischen Einsatz. Denn Unterhalt nicht zu zahlen ist kein Kavaliersdelikt – und sollte auch nicht so behandelt werden.





