Eine Ausbildung zu beginnen, sollte der Einstieg in ein selbstständiges Leben sein. Doch für viele junge Menschen sieht die Realität anders aus. Sie verdienen zum ersten Mal ihr eigenes Geld – und stellen schnell fest: Viel bleibt davon nicht, wenn Miete, Strom und Lebensmittel bezahlt sind.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Gerade in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt reicht die Ausbildungsvergütung oft gerade so für ein einfaches WG-Zimmer. Doch wenn die Fixkosten erst einmal gedeckt sind, bleibt kaum Geld für den Alltag übrig. Wer nicht mehr bei den Eltern wohnen kann oder will, muss kreativ werden oder neben der Ausbildung noch einen Nebenjob annehmen. Eine Belastung, die viele an ihre Grenzen bringt.
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Die Wohnungsnot ist auch für Auszubildende ein Problem
Dabei haben Studierende in vielen Städten zumindest die Möglichkeit, in ein Wohnheim zu ziehen. Für Auszubildende gibt es solche Angebote dagegen kaum. Und das, obwohl sie ähnlich wenig verdienen und oft sogar weniger Zeit für Nebenjobs haben.

Das macht die Situation für viele Auszubildende besonders schwierig. Mit Folgen: Einige brechen die Ausbildung ab. Andere fangen gar nicht erst an, weil sie sich die Stadt nicht leisten können, in der ihr Wunschberuf angeboten wird. So gehen nicht nur Chancen, sondern auch dringend benötigte Fachkräfte verloren.

Klar ist: Ausbildungsvergütungen müssen dringend an die Lebensrealität angepasst werden. Doch mindestens genauso wichtig ist es, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum zu schaffen – auch für Auszubildende. Mehr Wohnheime, gezielte Förderprogramme und Entlastungen sind nötig. Wer will, dass junge Menschen erfolgreich ins Berufsleben starten, darf sie nicht an den Rahmenbedingungen scheitern lassen.






