Donald Trump hat ein neues Spielzeug. Der US-Präsident traf sich jüngst mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Schottland, um den Handelsstreit zwischen Europa und den USA zu klären. Das Ergebnis stand schnell und ist bitter für die europäische Wirtschaft. Doch Trump wäre nicht er selbst, wenn er den Besuch auf der Insel nicht auch mit seinem privaten Vergnügen verknüpfen würde.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der US-Präsident besuchte folglich am Wochenende auch seinen Golfplatz bei Turnberry, einer kleinen Gemeinde im Südwesten Schottlands. In Trumps Kolonne von Golfwagen wurde dabei ein neues Gefährt gesichtet: ein schwarzer und gepanzerter Buggy, der stark an Trumps Präsidenten-Limousine „The Beast“ erinnert.

Attentatsversuch auf Trump: Angreifer schlich sich an Golfplatz heran
Trump selbst fuhr zwar in einem normalen Golfcart herum, seinen Sicherheitsleuten ist aber offenbar bewusst, wie ausgesetzt der Präsident möglichen Angreifern beim Golfen ist. Der gepanzerte Wagen bietet in einer Gefahrensituation einen schnellen und sicheren Rückzugsort auf dem Golfplatz.
Und die Gefahr ist real. Im vergangenen Jahr versuchte ein mutmaßlicher Attentäter auf Trumps Golfplatz in West Palm zu gelangen. Ryan R. schaffte es bewaffnet bis zu einem Zaun, der das Gelände absperrte. Dort richtete er sein Gewehr auf einen von Trumps Sicherheitsleuten, der US-Präsident selbst soll sich zu keiner Zeit in direkter Schusslinie befunden haben. Ein anderer Sicherheitsmann sah das Gewehr hinter Zaun und Hecke hervorragen, eröffnete das Feuer und konnte den Angreifer so Vertreiben.

Trump beim Golfen: US-Präsident in Teilzeit
Der Vorfall ereignete sich nur zwei Monate, nachdem der Attentäter Thomas Crooks in Pennsylvania auf Trump schoss und ihn am Ohr verletzte. Zwar wurde Crooks von Secret Service Agenten gestellt und erschossen, doch die Vorfälle traten heftige Debatten über die Arbeit der Sicherheitsexperten los. Mit dem gepanzerten Golfbuggy dürfte der Secret Service die Sicherheit des Präsidenten bei seinem Hobby nun deutlich erhöht haben. Und die Anschaffung könnte sich gelohnt haben.
Denn während Regierungschefs hierzulande nicht müde werden, mehr Arbeitsbereitschaft bei den Bürgern einzufordern, lässt es der US-Präsident eher gemütlich angehen. Bereits während Trumps erster Präsidentschaft wurde darüber gescherzt – oder sich empört – wie viel Zeit der Präsident auf dem Golfplatz statt im Büro verbringt. Seit seinem zweiten Amtsantritt vor 190 Tagen spielte Trump an 45 Tagen Golf – knapp 24 Prozent seiner Präsidentschaft. Den Steuerzahler dürften die Golf-Trips nach Florida, Virginia oder New Jersey inzwischen mehrere Hundert Millionen Dollar gekostet haben. Wie viel Trumps neuer Buggy gekostet hat, ist nicht bekannt.
lro




