Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und der Terrorismus-Finanzierung hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen in mehreren Städten in NRW Wohnungen durchsucht. Ein 27-Jähriger wurde in Essen vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben und soll noch an diesem Mittwoch (9.7.) einem Haftrichter am Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt werden. „Der Richter entscheidet dann, ob der Haftbefehl in Vollzug gesetzt wird“, sagt Oberstaatsanwältin Alexandra Wiese von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, die das Verfahren führt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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NRW-Innenminister Herbert Reul hat am Mittwoch die Entschlossenheit der Ermittler betont, gegen Terroraktivitäten vorzugehen. Die Polizei habe nicht gezögert und mögliche Terroraktivitäten gestoppt, sagte der CDU-Politiker. Reul erklärte, dieser Fall führt vor Augen: „Da draußen laufen Leute`rum, die unsere Werte und unsere Art zu Leben missachten und zerstören wollen“. Die Sicherheitsbehörden setzen alles daran, „diese Typen“ zu stoppen. „Wer bei uns Terrorpläne verfolgt, muss damit rechnen, dass morgens das SEK vor der Tür steht – und zwar rechtzeitig“, sagte der CDU-Politiker.

Razzia in Essen: Tatverdächtiger soll versucht haben, Schusswaffe zu kaufen

Der Tatverdächtige habe die bosnisch-herzegowinische Staatsangehörigkeit, heißt es in einer Mitteilung. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Anschlagsplänen gab es bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, die das Verfahren führt, am Morgen auf Nachfrage nicht zu erfahren. Auch den Essener Stadtteil in denen der Zugriff am frühen Mittwochmorgen stattfand, nannte Wiese trotz Nachfrage nicht. Nach Informationen unserer Redaktion wurde der Mann in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Bergerhausen festgenommen.

Auch den Essener Stadtteil in denen der Zugriff am frühen Mittwochmorgen stattfand, nannte Justizsprecherin Wiese trotz Nachfrage am Morgen nicht. Nach Informationen unserer Redaktion wurde der Mann in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Bergerhausen festgenommen.

Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Anschlagsplänen gab es bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, die das Verfahren führt, am Morgen auf Nachfrage nicht. Der 27-Jährige habe die bosnisch-herzegowinische Staatsangehörigkeit, hieß es.

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Betrugs-Ermittlungen führten zu Terror-Verdacht

Hintergrund der Razzien, bei denen auch Spezialkräfte der Polizei zum Einsatz kamen, sind Ermittlungen wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrugs, teilte die Polizei Essen und die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Mittwochmorgen mit. Dabei hätten sich Hinweise ergeben, dass das durch die Betrügereien ergaunerte Geld dazu dienen sollte, „einen islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag zu finanzieren“, heißt es in der Mitteilung.

Die konkrete Zahl der Beschuldigten nannte eine Justiz-Sprecherin auf Nachfrage am Morgen nicht. Die Durchsuchungen dienten dazu, weitere Beweise gegen die verdächtigten Personen zu ermitteln, sagte sie. Noch sei für Ermittler unklar, ob die Personen, die bei dem gewerbsmäßigen Betrug mitwirkten, im Bilde gewesen seien, dass dies im Zusammenhang mit Terrorismus stehe, erklärte die Sprecherin.

Terrorverdacht Festnahme in Essen / Gepixelt
Auch Essen (Foto) fand am Mittwochmorgen eine Wohnungsdurchsuchung statt, sie war im Stadtteil Bergerhausen.© Justin Brosch | Justin Brosch

Durchsuchungen in Essen, Dortmund, Düsseldorf und Soest

Bei den Betrugstaten soll es sich laut der Justiz-Sprecherin um den Kauf und den Verkauf von hochpreisigen Elektrogeräten gehandelt haben. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Geräte bestellt und dann nicht bezahlt wurden. Angenommen werde, „dass man durch den Weiterverkauf an Geld kommen wollte und so bereits mindestens fünfstellige Beträge zusammengekommen sind“, teilte die Sprecherin am Morgen mit.

Die Geschädigten der Betrugsmasche sind bisher nicht bekannt. Außerdem haben sich die Behörden bis dato nicht geäußert, wie viele Personen sich an der Betrugsmasche beteiligt haben sollen und um wen es sich dabei handelt.

Insgesamt rückte die Polizei am frühen Mittwochmorgen in Essen, Dortmund, Düsseldorf und Soest zu Durchsuchungen aus. Es handle sich dabei nach Auskunft der Justizsprecherin um Durchsuchungen von Privatwohnungen. Sechs Objekte seien insgesamt durchsucht worden, hieß es auf Anfrage.

(mit dpa)

Die Ermittlungen laufen weiter.