Die BRICS-Staaten wollen ein Gegenwicht zu der durch die USA geprägten Welt schaffen. Kritiker zweifeln am Erfolg, doch zumindest vor großen wirtschaftlichen Projekten schrecken die Mitgliedsländer nicht zurück. Das zeigt ein Bauprojekt, das derzeit von China und Brasilien vorangetrieben wird. Die beiden Länder wollen eine Eisenbahnstrecke zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean bauen. Am Montag (Ortszeit) unterzeichneten beide Länder eine entsprechende Vereinbarung, wie die Tageszeitung „Folha de São Paulo“ berichtete.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zunächst sollen Machbarkeitsstudien für die rund 4.500 Kilometer lange Strecke vorangetrieben werden. Die Strecke soll irgendwann die Häfen Chancay in Peru und Ilhéus in Brasilien verbinden. Die neue Verbindung zwischen beiden Ozeanen ist damit eines der weltweit größten Logistikprojekte.
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China und Brasilien wollen Handel verstärken
Güter könnten laut einer Untersuchung über die neue Strecke deutlich schneller von Brasilien nach Asien transportiert werden. Durchschnittlich soll die Transportzeit von 40 auf 28 Tage verringert werden. Außerdem sollen die Transportkosten erheblich sinken.
Für China sind dabei vor allem Rohstoffe und Agrarprodukte aus Südamerika interessant. Mit dem Projekt weitet China zudem seinen Einfluss in Lateinamerika aus. Brasilien ist dabei der größte Handelspartner. Das südamerikanische Land exportiert jedes Jahr Waren im Wert von rund 350 Milliarden US-Dollar nach China, vor allem Soja, Eisenerz und Fleisch. Auch für Brasilien ist deshalb der Ausbau seines Bahnnetzes für den Gütertransport von großer strategischer Bedeutung.
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Der im vergangenen Jahr in Betrieb genommene Hafen in Chancay, der rund 70 Kilometer von der peruanischen Hauptstadt Lima entfernt ist, soll nicht nur der größte Hafen in Südamerika werden, sondern ist auch der erste komplett von China kontrollierte. Er gehört zu 60 Prozent dem chinesischen Staatskonzern Cosco Shipping Ports.
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