US-Präsident Donald Trump will mehreren amerikanischen Militärstützpunkten ihre alten Namen zurückgeben, darunter Namen von Generälen der Südstaatenarmee aus dem amerikanischen Bürgerkrieg.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Entscheidung revidiert einen symbolträchtigen Prozess, der unter Trumps Amtsvorgänger Joe Biden nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd 2020 begonnen worden war. Damals empfahl eine unabhängige Kommission die Umbenennung mehrerer US-Militärbasen, die bis dahin Konföderierten-Generäle ehrten – Männer also, die im Bürgerkrieg (1861–1865) auf Seiten der Südstaaten für den Erhalt der Sklaverei kämpften.
Um Kritik zu entgehen, greift Trumps Regierung nun zu einem juristisch und rhetorisch ausgefeilten Kniff: Die neuen alten Namen sollen formal nicht den einstigen Südstaaten-Generälen gewidmet sein, sondern anderen Soldaten mit denselben Nachnamen. So soll etwa Fort Bragg künftig offiziell an Roland L. Bragg erinnern, einen weitgehend unbekannten Weltkriegsveteranen, und nicht mehr an Braxton Bragg, einen General der Konföderierten.
USA: Alte Namen, neue Ehrenträger?
Bei einem Auftritt auf dem Militärstützpunkt Fort Bragg in North Carolina, der selbst erst kürzlich wieder seinen alten Namen zurückerhalten hat, kündigte Trump an, auch die Namen von Fort Pickett, Fort Hood, Fort Gordon, Fort Rucker, Fort Polk, Fort A.P. Hill und Fort Robert E. Lee wieder einzuführen. „Wir haben viele Schlachten aus diesen Forts gewonnen. Es ist keine Zeit für Veränderungen“, erklärte Trump laut der Nachrichtenagentur AFP.
News aus den USA
Im Fall von Fort Lee betonte das Pentagon laut AFP, die Benennung erfolge zu Ehren von Fitz Lee, einem afroamerikanischen Soldaten im Spanisch-Amerikanischen Krieg. Dennoch sprach Trump bei seiner Rede explizit von Robert E. Lee, dem legendären Oberbefehlshaber der Südstaatenarmee, der in Teilen der US-Rechten als Held verehrt wird.
ef/dpa/AFP







