Donald Trump gegen Elon Musk. Man konnte die Uhr danach stellen, bis diese Giga-Egos ihr Testosteron und ihre Macht aufeinander richten. Es hat nur wenige Monate bis dahin gedauert und die Welt wohnt einem spektakulären Showdown bei, der nicht einmal dem verrücktesten Drehbuchschreiber Hollywoods eingefallen wäre. Fehlt nur noch das Popcorn, wenn die Amerikaner abends die Nachrichten einschalten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Aber dieser bizarre Machtkampf zwischen dem Präsidenten und dem Tech-Milliardär ist nicht lustig. Er ist gefährlich. Ein beschädigter US-Präsident ist fatal in einer Zeit, in der Russland jede Schwäche des Westens eiskalt in eigene Vorteile ummünzt. Musk ist offenbar bereit, über alles auszupacken, was ihm der Präsident in vertraulichen Stunden anvertraut hat. Der Hinweis auf die Akten im Missbrauchsprozess Epstein zeigt, dass er dabei keine Grenzen kennt.

Mehr zum Fall Epstein

Und dass Tesla durch den Streit in nur einer Nacht 150 Milliarden Dollar an Börsenwert verliert, ist nicht nur das persönliche Schicksal eines autistischen Superreichen. Der Vertrauensverlust in den weltweit agierenden Automobil-Konzern, der das E-Auto populär gemacht hat, gefährdet am Ende 125.000 Arbeitsplätze. Allein 11.000 davon sind vor den Toren der deutschen Hauptstadt in Teslas Brandenburger Giga-Factory. Dort wünscht man sich sehnlichst, dass der Konzern seriös geführt und endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er dringend benötigt.

Jörg Quoos ist Chef der Zentralredaktion.
Jörg Quoos ist Chef der Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Gut, dass vernünftige Köpfe im Weißen Haus jetzt an einem Burgfrieden der beiden basteln. Denn eine monatelange Schlammschlacht ist das Letzte, was die Welt jetzt braucht.