Was schenkt man einem, der schon alles hat, Immobilien, Flugzeuge, Hotels? Ein symbolisches Geschenk, klar. Friedrich Merz hat Donald Trump einen Gruß aus dessen eigener Familiengeschichte mitgebracht: ein Faksimile der Geburtsurkunde von Trumps deutschem Großvater. Der hieß ebenfalls Trump. Und mit Vornamen wie der deutsche Kanzler: Friedrich.

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In der Urkunde heißt es wörtlich: „Im Jahre achtzehnhundert neun und sechzig, den sechzehnten März um sieben Uhr des Abends, vor mir, Johann Lorenz Ruprecht, dem Zweiten Bürgermeister und Beamten des Civilstands der Gemeinde und Bürgermeisterei Kallstadt, Kantons Dürkheim, Bezirks Frankenthal in der Pfalz, Königreichs Bayern, ist erschienen Johannes Trump, der Zweite, neun und dreißig Jahre alt, Winzer, dahier wohnhaft, welcher die Anzeige machte, daß ihm von seiner Ehefrau Katharina Kober, drei und dreißig Jahre alt, am vierzehnten Tag des laufenden Monats, des Nachmittags um zwei Uhr ein Kind männlichen Geschlechts zu Kallstadt geboren worden sei, dem er den Vornamen Friedrich gegeben habe.“

Geburtsurkunde des Großvaters von US Präsident Trump 2025
Ein Faksimile der Geburtsurkunde von Friedrich (später Frederick) Trump, Großvater von US Präsident Donald Trump, aus Kallstadt in Rheinland-Pfalz, das Bundeskanzler Merz dem amerikanischen Präsidenten anlässlich seines Besuchs im Weißen Haus als Gastgeschenk übergibt (oben die deutsche, unten die englische Fassung).© Bundesregierung/Steffen Kugler | Kugler, Steffen

Friedrich Merz bei Donald Trump: Der Kanzler spielt die Heimatkarte – schon wieder

Wer am Ende auf die Idee gekommen ist, bleibt ein Geheimnis. Auch, wie groß die Freude bei Trump war. Es heißt, er hege keine besonderen Gefühle für seine deutsche Herkunft. Die Großeltern waren einst aus der Pfalz nach New York ausgewandert.

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Merz spielt die Heimatkarte nicht zum ersten Mal. Bei ihrem ersten Telefonat wenige Tage nach der Kanzlerwahl hatte Merz den US-Präsidenten eingeladen, gemeinsam in die pfälzische Heimat seiner Vorfahren zu reisen. Einen Termin gibt es noch nicht – und es ist auch fraglich, ob es je dazu kommen wird.