Kamala Harris zieht nach ihrer Niederlage gegen Donald Trump bei der US-Wahl 2024 ein politisches Comeback in Betracht. Wie die „Washington Post“ in Bezug auf Insider berichtet, erwägt Harris eine Kandidatur für das Amt der Gouverneurin von Kalifornien bei den Wahlen 2026. Möglich wäre allerdings auch eine erneute Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2028. Eine endgültige Entscheidung soll bis Ende des Sommers fallen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Nach ihrem Scheitern bei der US-Wahl hatte sich Harris weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Beim Parteitag der kalifornischen Demokraten in Anaheim am vergangenen Wochenende übermittelte sie lediglich eine kurze Videobotschaft. Darin ermutigte sie die Delegierten, sich gegen die Politik der Republikaner zu wehren. Konkrete Hinweise auf ihre eigenen politischen Pläne gab sie dabei nicht.

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Sollte Harris in Kalifornien antreten, könnte sie deutlichen Gegenwind aus der eigenen Partei bekommen. Mehrere prominente Demokraten, darunter die ehemalige Kongressabgeordnete Katie Porter, der frühere Bürgermeister von Los Angeles Antonio Villaraigosa, Gesundheitsminister Xavier Becerra und Vizegouverneurin Eleni Kounalakis, haben bereits ihre Kandidaturen angekündigt oder angedeutet. Villaraigosa und Becerra betonten, dass sie ihre Kampagnen auch im Falle einer Kandidatur von Harris fortsetzen würden.

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Laut „Washington Post“ herrscht innerhalb der Demokratischen Partei Uneinigkeit darüber, ob Harris‘ mögliche Rückkehr in die kalifornische Politik für die Partei überhaupt ein Gewinn wäre. Partei-Linke stoßen sich noch immer an Harris‘ Vergangenheit als Generalstaatsanwältin in Kalifornien. Kritiker werfen ihr vor, damals eine zu strenge Law-&-Order-Politik verfolgt zu haben. Kritik gibt es auch an ihrem Rückzug nach der US-Wahl im vergangenen Jahr.

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Obwohl Harris Kalifornien bei der Präsidentschaftswahl 2024 mit 58,5 Prozent der Stimmen gewann, lag ihr Vorsprung damit deutlich unter dem von Joe Biden im Jahr 2020 (29 Prozent). Die Demokraten kämpfen also auch in ihrer einstigen Hochburg gegen die schwindende Unterstützung der Wählerinnen und Wähler. Der derzeitige Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom tritt nicht erneut zur Wahl an – ihm wird nachgesagt, bereits eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 vorzubereiten.