Ein russisches Militärflugzeug ist nach estnischen Angaben in den Luftraum des baltischen Staates und Nato-Mitglieds eingedrungen. Der Suchoi Su-35-Kampfjet sei am Dienstagabend über der Ostsee nahe der Halbinsel Juminda im Norden Estlands unerlaubt in den Luftraum eingedrungen und habe sich kurzzeitig darin aufgehalten, teilte die estnische Armee mit. F-16-Kampfjets der portugiesischen Luftwaffe, die zur Nato Luftraumüberwachung über dem Baltikum auf dem estnischen Militärflugplatz Ämari stationiert sind, reagierten demnach darauf und führten einen Aufklärungsflug durch.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Vorfall ereignete sich laut der Nachrichtenagentur Reuters, nachdem die estnische Marine einen russischen Tanker festgesetzt hatte. Das Schiff soll Teil von Putins Schattenflotte gewesen sein. Die Crew soll Öl transportiert und damit versucht haben, die Sanktionen gegen Russland zu umgehen. Der Tanker wurde von der baltischen Marine schließlich zurück in russische Gewässer begleitet – trotz des von Moskau entsendeten Jets.
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Nato-Verbündete sichern estnischen Luftraum
Das Außenamt in Tallinn bestellte wegen des Vorfalls den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein und überreichte eine diplomatische Note. „Aus estnischer Sicht handelt es sich um einen sehr ernsthaften und bedauerlichen Vorfall, der in keiner Weise hinnehmbar ist“, sagte Außenminister Margus Tsahkna.
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Nach Armeeangaben war es die erste Luftraumverletzung durch Russland in diesem Jahr – sie habe weniger als eine Minute gedauert. Das Kampfflugzeug habe keinen Flugplan übermittelt, seine elektronische Kennung ausgeschaltet gehabt und auch keinen Funkkontakt mit der estnischen Flugsicherung gehalten. Estland, Lettland und Litauen besitzen keine eigenen Kampfjets. Die Nato-Verbündeten sichern deshalb im Wechsel den baltischen Luftraum.
lro/dpa








