Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat offiziell ihre Auflösung bekannt gegeben. Man werde die „Methode des bewaffneten Kampfes beenden“. Das berichtete die PKK-nahe Nachrichtenagentur ANF. Bereits am Freitag hatte die Organisation die Bekanntgabe einer „historischen Entscheidung“ angekündigt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Der Schritt folgt auf einen Aufruf des seit 1999 inhaftierten PKK-Gründers Abdullah Öcalan. Er forderte seine Anhänger Ende Februar dazu auf, die Waffen niederzulegen und die Partei aufzulösen. Im März hatte die PKK bereits eine sofortige Waffenruhe mit der Türkei erklärt.

PKK forderte eigenständige kurdische Gebiete

Hintergrund ist offenbar eine politische Initiative der ultranationalistischen MHP, dem Regierungspartner von Präsident Recep Tayyip Erdogan: Parteichef Devlet Bahceli hatte im Herbst eine mögliche Freilassung Öcalans ins Spiel gebracht – unter der Bedingung, dass sich die PKK auflöst. Die Partei ist in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation gelistet.

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Die PKK kämpft seit 1984 gewaltsam gegen den türkischen Staat. Ursprünglich forderte sie einen unabhängigen kurdischen Staat oder ein Autonomiegebiet im überwiegend kurdisch geprägten Südosten der Türkei. Friedensverhandlungen mit der türkischen Regierung scheiterten 2015. Inzwischen ist die PKK von der Forderung eines unabhängigen Staates abgerückt.

Zuletzt verlagerte sich der Konflikt zunehmend in den Nordirak, wo die PKK ihren Sitz hat. Auch in Syrien mit ihrer kurdischen Bevölkerungsgruppe hat die PKK Einfluss. Das türkische Militär geht immer wieder gegen kurdische Milizen in den beiden Nachbarländern vor.

dpa/AFP/kath