• Karin Prien ist Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Die CDU-Politikerin stammt aus den Niederlanden und ist Jüdin
  • Was ist über Prien sonst bekannt?

Lange wurde Karin Prien (CDU) für einen Ministerposten in Berlin gehandelt. Jetzt ist es so weit: Friedrich Merz (CDU) hat sie in sein Kabinett geholt. Für die schwarz-rote Koalition leitet Prien das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Was über Prien bekannt ist, wofür sie steht – die wichtigsten Informationen im Steckbrief.

Karin Prien: Die wichtigsten Informationen im Steckbrief

Name Karin Prien
Geburtsdatum26. Juni 1965
Amt Bildungsministerin Schleswig Holstein, designierte Familienministerin
Partei CDU
Parteimitglied seit1981
Familienstandverheiratet, drei Kinder
WohnortHamburg-Blankenese

Karin Prien: Herkunft, Familie, Ausbildung – Das Wichtigste über ihr Privatleben

Karin Prien wurde am 26. Juni 1965 in Amsterdam geboren. Ihr Mädchenname lautet Kraus. Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte Prien in den Niederlanden, wohin ihre jüdischen Großeltern mütterlicherseits vor den Nazis geflohen waren. Prien ist jüdisch, aber nach eigenem Bekunden nicht religiös. Als Kind zog sie mit ihren Eltern nach Neuwied in Rheinland-Pfalz, wo sie 1984 ihr Abitur ablegte.

  • Ausbildung: Nach dem Abitur studierte Prien Rechts- und Politikwissenschaften in Bonn. 1989 legte sie das erste und 1994 nach ihrem Rechtsreferendariat das zweite Staatsexamen ab. Dazwischen absolvierte sie ein Postgraduierten-Studium in Internationalem Handelsrecht in Amsterdam.
  • Beruf: Seit 1994 ist Prien als Rechtsanwältin tätig, ihr Schwerpunkt ist das Wirtschafts- und Insolvenzrecht. Karin Prien ist auch Mediatorin.
  • Familie: Karin Prien ist mit dem Anwalt Jochen Prien verheiratet. Sie hat drei erwachsene Söhne.

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Karin Prien und die CDU: Das sind die bisherigen Stationen ihrer Karriere

Prien gehört der Partei seit 1981 an. Als Studentin arbeitete sie für Friedbert Pflüger, den Sprecher des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (beide CDU). Ab den frühen 2000er Jahren engagierte sie sich in der Hamburger Lokal- und Landespolitik, unter anderem gehörte sie ab 2012 der Bürgerschaft an. 2017 wechselte sie in die Landesregierung von Schleswig-Holstein, wo sie seitdem Bildungsministerin ist. Seit 2022 hat sie auch ein Mandat im Kieler Landtag. Sie ist seit 2018 stellvertretende CDU-Chefin in Schleswig-Holstein und seit 2022 eine von fünf stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden.

Karin Prien: Für welche Themen steht die CDU-Politikerin?

Prien befasst sich seit vielen Jahren mit Bildungspolitik und war zeitweise Vorsitzende der Kultusministerkonferenz. Prien gilt wie ihr bisheriger Chef, der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther, als Vertreterin einer liberalen CDU der Mitte. Seit 2018 ist sie auch Sprecherin des jüdischen Forums in der CDU.