Seit US-Präsident Donald Trump im Oval Office Platz genommen hat, kommt man aus dem Kopfschütteln, der Fassungslosigkeit nicht mehr heraus: Seit fast 100 Tagen jeden Morgen eine neue Ungeheuerlichkeit, und viele seiner Aussagen, Anweisungen, Dekrete und Posts sind nicht nur erschreckend, sondern erschreckend dumm – und gefährlich.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wenn stimmt, was über diesen Deal mit Russland bekannt geworden ist, wäre das de facto die Kapitulation der Ukraine und ein grandioser Sieg des russischen Kriegsherrn Wladimir Putin. Trump ist offenbar bereit, die russische Annexion der Krim anzuerkennen sowie den Status quo auf dem Schlachtfeld „einzufrieren“. Das würde dem Aggressor die Kontrolle über die besetzten Gebiete in der Ostukraine geben. Für die Ukraine, für Präsident Selenskyj und auch für Europa ist das nicht annehmbar.

Trump verkauft die Ukraine. Das Land interessiert ihn nicht

Dem US-Präsidenten, davon kann man inzwischen ausgehen, ist das Schicksal der Ukraine gleichgültig. Er will das Thema vom Tisch haben. Er will einen Deal, wenigstens eines seiner vollmundigen Wahlkampfversprechen einlösen.
Aktuelle News zum Ukraine-Krieg
Doch so geht das nicht. Putin darf diesen Krieg nicht gewinnen. Sein Traum von der Spaltung der Verbündeten USA und Europa darf nicht Wirklichkeit werden. Die Ukraine darf nicht in Stücke gerissen werden. Das würde weiteren Kriegen den Boden bereiten. Krieg wäre wieder ein Mittel zum Zweck, das Recht des Stärkeren wieder eine Gesetzmäßigkeit, die gewaltsame Veränderung von Grenzen wieder lohnend. Das kann niemand wollen, weil die Folgen verheerend wären.
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Weder die Ukraine noch Europa können diesem faulen Angebot zustimmen. Das muss auch Donald Trump begreifen. Sein „Friedensplan“ ist eine Farce.








