Mit ihrer aggressiven Kampagne gegen Migranten ohne gültige Papiere ist die US-Regierung zu Ostern sogar bis ins mexikanische Fernsehen vorgedrungen. Zur besten Sendezeit in den Werbepausen bei Fußballübertragungen war dort Heimatschutzministerin Kristi Noem zu sehen. Sie warnte potenzielle Zuwanderer eindringlich vor dem Grenzübertritt ohne notwendige Papiere. Unterlegt ist der einminütige TV-Spot mit dramatischer Musik und Bildern, wie US-Grenzschützer Jagd auf Migranten machen.
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„Wenn Du in Erwägung ziehst, illegal in die USA einzureisen, denk‘ nicht einmal daran“, sagt Noem. „Wenn Du in unser Land kommst und unsere Gesetze brichst, werden wir Dich verfolgen. Kriminelle sind in den Vereinigten Staaten nicht willkommen... und werden geschnappt, abgeschoben und können nie wieder zurück.“ Wer das Gesetz hingegen befolge, bekomme seine Chance, behauptet die Ministerin. „Wenn Du es brichst, trägst Du die Konsequenzen.“
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Donald Trump: Mexiko ärgert sich über „diskriminierende Botschaften“
Der TV-Spot ist Teil einer millionenschweren Anti-Migrations-Kampagne der US-Regierung, die bereits im Februar angekündigt wurde und nun in mehreren Ländern Lateinamerikas in mehreren Sprachen ausgestrahlt werden soll. Washington verbreitet seine menschenunfreundliche Botschaft auch im Internet und in sozialen Netzwerken.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zeigte sich Anfang der Woche verärgert über den Spot und dass die privaten Fernsehsender ihn ausstrahlen. Die Kampagne habe einen „hoch diskriminierenden Inhalt“ und könnte, zu „Gewalt gegen Menschen auf der Flucht“ ermutigen. Sheinbaum forderte die Sender, darunter Televisa, der größte spanischsprachige Sender der Welt, dazu auf, den Spot aus dem Programm zu nehmen. Zudem werde sie noch in dieser Woche eine Gesetzesvorlage ins Parlament einbringen mit dem Ziel, ausländische politische Propaganda im nationalen Fernsehen zu untersagen.
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„Wenn ein Ort oder ein Land der Welt für Tourismus und seine Kultur werben wollen, ist das etwas ganz anderes als bezahlte Werbung, die diskriminierende Botschaften verbreitet“, kritisierte die Staatschefin. Es verletze zudem Mexikos Souveränität und lasse es an notwendigem Respekt fehlen.

USA: Migranten sind enorm wichtig für Landwirtschaft und Dienstleistungssektor
US-Präsident Donald Trump verfolgt eine rigide und in Teilen menschenverachtende Migrationspolitik, in deren Zentrum Abschiebungen von Einwanderern in großem Stil stehen. Dabei verletzt er auch internationales Recht und ignoriert Gerichtsurteile, wie jüngst bei einem versehentlich nach El Salvador deportierten mutmaßlich nicht straffällig gewordenen salvadorianischen Familienvater.
Besonders bitter stößt vor allem in Mexiko auf, dass der Herr im Weißen Haus Migranten pauschal als „Mörder, Vergewaltiger und Kinderschänder“ bezeichnet und in keiner Weise anerkennt, wie wichtig die Zuwanderer für die Landwirtschaft und den Dienstleistungssektor sind. Der Löwenanteil der elf Millionen Mexikanerinnen und Mexikaner arbeitet in den Vereinigten Staaten und versucht, mit Geldüberweisungen die Familie daheim über Wasser zu halten.
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Trump wirft insbesondere Mexiko vor, nicht genug gegen die irreguläre Zuwanderung und den Drogenhandel zu unternehmen. Zuletzt erhöhte er den Druck auf das Nachbarland, unter anderem mit der Ankündigung von Strafzöllen.









