Sie wollte respektvoll sein – nun steht sie ohne Job da. Melissa Calhoun, Lehrerin an der Satellite High School im US-Bundesstaat Florida, hat ihren Schüler mit dem Namen angesprochen, den er sich selbst gegeben hatte – ein Verstoß gegen das „Parental Rights in Education“-Gesetz, von Kritikern auch „Don’t Say Gay“-Gesetz genannt. Die Konsequenz: Die Verweigerung einer Vertragsverlängerung seitens der Schulleitung. Mehrere US-Medien berichteten über den Vorfall.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Das Gesetz, 2023 unterzeichnet vom republikanischen Gouverneur Ron DeSantis, galt lange als symbolisch. Doch unter der neuen Regierung von US-Präsident Donald Trump, der in seiner zweiten Amtszeit einen harten „Anti-Woke“-Kurs fährt, greifen konservative Schulbezirke verstärkt durch.
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Es schreibt vor, dass Schüler nur dann mit einem anderen Namen oder Pronomen angesprochen werden dürfen, wenn die Eltern dem zuvor ausdrücklich zugestimmt haben. Dagegen hatte Calhoun verstoßen – nach eigenen Angaben aus „Mitgefühl und pädagogischer Verantwortung“.
Widerstand gegen DeSantis-Kurs: Petition für entlassene Lehrerin findet tausende Unterstützer
Gouverneur DeSantis verteidigte das Vorgehen mit dem Schutz Minderjähriger: „Ist es angemessen, diesen jungen Kindern in der Schule Dinge wie Gender-Ideologie beizubringen? Ihnen beizubringen, dass sie vielleicht im falschen Körper geboren wurden und ihr Geschlecht eine Wahl ist? Als Vater kleiner Kinder möchte ich das nicht.“
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Gegen die Maßnahme formiert sich Widerstand. Auf der Petitionsplattform „Change.org“ sammeln Schüler und Eltern unterstützende Unterschriften, um die Entscheidung rückgängig zu machen. Bereits mehrere Tausend haben unterzeichnet. „Frau Calhoun verkörpert, was gute Bildung sein sollte: inklusiv, verständnisvoll und respektvoll gegenüber der Individualität“, heißt es dort. „Ihr Weggang wäre ein großer Verlust für die Satellite Highschool und die Bildungsgemeinschaft von Brevard County.“










