Zusammenfassung

  • Erfolg für Donald Trump: Die USA dürfen Soldaten um den Panamakanal stationieren, nachdem Panama ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet hat
  • Das Memorandum ermöglicht US-Personal, in Panama Übungen durchzuführen
  • Panama machte Zugeständnisse an Trump und übte Druck auf einen Hongkonger Hafenbetreiber aus, sich vom Kanal zurückzuziehen, um den Einfluss Chinas zu reduzieren.

Die USA dürfen nach einer Vereinbarung mit Panama Soldaten um den Panamakanal stationieren. Ein entsprechendes Dokument gab das Außenministerium des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag (Ortszeit) bekannt. Damit erhält US-Präsident Donald Trump ein wichtiges Zugeständnis für seine Forderung nach mehr Einfluss der USA auf die wichtige Wasserstraße. Trump behauptet, dass China den Kanal kontrolliere.

Ein Cargo-Schiff steuert durch den Panama-Kanal.
Ein Cargo-Schiff steuert durch den Panama-Kanal.© AFP | MARTIN BERNETTI

Das Memorandum zwischen beiden Regierungen wurde am Mittwoch bei dem jüngsten Panama-Besuch von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth unterzeichnet. Darin heißt es, dass militärisches und ziviles US-Personal in von Panama designierten und kontrollierten Einrichtungen Ausbildung erteilen, Übungen durchführen und Ausrüstung lagern darf. Die Vereinbarung ist zunächst auf drei Jahre befristet und kann verlängert werden.

Pete Hegseth spricht in Panama auf einer Pressekonferenz.
Pete Hegseth spricht in Panama auf einer Pressekonferenz.© AFP | FRANCO BRANA

Panamakanal: USA können unbestimmte Zahl an Truppen entsenden

Zudem forderte Hegseth eine freie Durchfahrt für US-Militärschiffe durch den Panamakanal. Während das nun getroffene Abkommen der Wiederbelebung von US-Militärstützpunkten eine Absage erteilt, können die USA dennoch eine unbestimmte Zahl an Truppen in das mittelamerikanische Land entsenden.

Auch interessant

Panama und die USA hatten zuvor angekündigt, dass sie eine Regelung aushandelten, um US-Kriegsschiffen eine kostenlose und vorrangige Passage durch den Panamakanal zu sichern. Trump hatte mehrmals gedroht, den Kanal zurückzuholen, weil die USA unfair behandelt würden. Der Kanal wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Ingenieurkorps des US-Heeres gebaut. Am 31. Dezember 1999 übergaben die USA die Verwaltung an Panama.

News aus den USA

Trump hatte dabei immer wieder kritisiert, dass der chinesische Einfluss auf die Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik zu groß sei. Durch den Kanal laufen fünf Prozent des Welthandels. Panama machte mehrere Zugeständnisse an Trump und übte Druck auf einen Hongkonger Hafenbetreiber aus, sich von dem Kanal zurückzuziehen.

dpa/AFP/dw