Wieder mehr schwere Gewaltkriminalität. Wieder mehr Sexualdelikte. Wieder mehr Messerangriffe. Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik hat auch für das Berichtsjahr 2024 beunruhigende Botschaften parat, die die angehenden Koalitionäre in den zuständigen Arbeitsgruppen beschäftigen müssen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Menschen, denen ein „Politikwechsel“ versprochen wurde, wollen auch einen Wechsel bei diesem unheilvollen Trend. Denn es ist ein Fakt: Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hat sich über die Jahre deutlich verschlechtert. Nicht nur die brutalen Attacken auf Kinder, Demonstranten oder Besucher des Magdeburger Weihnachtsmarktes haben dazu beigetragen.

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Jörg Quoos ist Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion.© Dirk Bruniecki | Dirk Bruniecki

Es ist die Alltagskriminalität, die die Menschen besorgt und dazu führt, dass die „Angst vor Kriminalität und Gewalt“ laut Ipsos Sorgenbarometer vor der Bundestagswahl auf Platz zwei unter den größten Sorgen landete. Nur „Zuwanderung“ wurde noch höher bewertet.

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Cannabis-Legalisierung führt zu weniger Drogendelikten in der Kriminalstatistik

Dass es hier einen Zusammenhang gibt, erwähnt die Kriminalstatistik ausdrücklich. Die Steigerung bei der gefährlichen Gewaltkriminalität führt die Statistik auf ein deutliches Plus bei „nicht-deutschen“ Tatverdächtigen zurück. Das heißt nicht, dass Ausländer grundsätzlich gewaltbereiter sind.

Die Zahlen erhöhen jetzt den Druck auf effektivere Abschiebungen. Zu oft wurden in der Vergangenheit die leicht ermittelbaren Personen abgeschoben. Einen Effekt haben Abschiebungen aber nur, wenn man die wirklich gefährlichen, schwer kriminellen Täter priorisiert.

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Dass bei den Drogendelikten die Zahlen sinken, muss man nicht feiern. Durch die Legalisierung von Cannabis ist dieser Effekt zwangsläufig. Die negativen Effekte – da sind sich alle Innenminister einig – bleiben.