Schluss mit zu hoher Bildschirmzeit? Hessen will der exzessiven Handynutzung von Kindern und Jugendlichen mit einem neuen Gesetzesentwurf den Riegel vorschieben. Im Entwurf, den die rot-schwarze Landesregierung vorgelegt hat, steht: „Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen ist die Verwendung von mobilen digitalen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude und auf dem Schulgelände grundsätzlich unzulässig.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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In der Begründung heißt es, dass Schulen vor dem Hintergrund der Chancen und Risiken der Digitalisierung „Schutzzonen für Schülerinnen und Schüler und Orte des persönlichen Austauschs und des gemeinsamen konzentrierten Arbeitens sein“ müssten. Dennoch soll Technologie im Unterricht eingesetzt werden. „Es ist das Ziel, in allen Unterrichtsfächern fachliche und digitale Kompetenzen zu vermitteln und dafür die Potenziale digitaler Werkzeuge und Bildungsmedien gezielt einzusetzen“, heißt es weiter.
Hessisches Handyverbot: Schulen sollen „Schutzzonen“ sein
Entsprechend sieht der Gesetzesentwurf Ausnahmen für das grundsätzliche Verbot vor. So sollen der Einsatz von Handys im Unterrichtskontext, in begründeten Einzelfällen und extra durch die Schule ausgewiesenen Bereichen weiter möglich sein. Auch Notfälle sind von der Regelung ausgenommen.
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Ziel der Landesregierung ist es, das Gesetz am ersten August dieses Jahres in Kraft treten zu lassen. Die Schülerschaft reagiert jedoch verhalten. Die Landesschülervertretung Hessen sieht „erhebliche Schwächen“ in der geplanten Regelung und fordert mehr Freiraum, insbesondere für ältere Schüler. Auch im grün-schwarz regierten Baden-Württemberg scheint sich ein ähnliches Gesetzvorhaben anzubahnen. Es sei eine „schulgesetzliche Regelung mit klaren Leitplanken für den Umgang mit Smartphones an Schulen“ in Planung, sagte das dortige Bildungsministerium dem SWR.





